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In der Region Chmelnyzkyj forderten falsche "SBU-Mitarbeiter" von einer Ärztin 65.000 Dollar

In der Region Chmelnyzkyj hat ein skandalöses kriminelles Vergehen für Aufregung unter den Anwohnern gesorgt. Drei Männer, die sich als Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes der Ukraine ausgaben, versuchten, von einer Ärztin 65.000 US-Dollar zu erpressen.

In der Region Chmelnyzkyj hat sich ein skandalöses kriminelles Vergehen ereignet, das bei den Anwohnern für großes Aufsehen sorgte. Drei Männer, die sich als Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes der Ukraine (SBU) ausgaben, versuchten, von einer Ärztin 65.000 US-Dollar zu erpressen, indem sie ihr mit der Veröffentlichung von Informationen drohten, die angeblich ihre Beteiligung an der Erstellung von fiktiven Invalidengruppen betreffen. Dies berichtet die Staatsanwaltschaft der Region Chmelnyzkyj und zitiert dabei die Nachrichtenagentur Ukrinform.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft ereignete sich der Vorfall bereits im Dezember des vergangenen Jahres, als die genannten Männer in eine medizinische Einrichtung im Bezirk Kamjanets-Podilskyj kamen. Sie gaben sich als Mitarbeiter des SBU aus und forderten von der Ärztin die Zahlung des genannten Betrags, wobei sie behaupteten, es handele sich um eine angebliche Schuld, die sie begleichen müsse. Im Falle einer Weigerung drohten die Täter, Informationen über ihre Aktivitäten im Zusammenhang mit der Erstellung von fiktiven Invalidengruppen zu veröffentlichen, was ihrer Reputation erheblichen Schaden zufügen könnte.

Die Ärztin sah sich in einer schwierigen Situation und war gezwungen, den Forderungen der Täter nachzugeben. Sie wandte sich daraufhin an die Strafverfolgungsbehörden. Unter der Kontrolle der Polizei übergab sie einen Teil des Geldes, konkret 5.000 US-Dollar, was die Grundlage für weitere Ermittlungen bildete.

Darüber hinaus bot einer der Beschuldigten der Ärztin an, an der Erstellung von fiktiven Invalidengruppen gegen Geld mitzuwirken, was auf ihre kriminellen Absichten und das Bestreben hinweist, unrechtmäßige Vorteile zu erlangen. Im Zuge der Ermittlungen wurde allen drei Männern Erpressung mit Androhung der Veröffentlichung von Informationen vorgeworfen, die die Geschädigte geheim halten wollte, und zwar in gemeinsamer Absprache einer Gruppe von Personen. Diese Straftat fällt unter Teil 4 des Artikels 189 des Strafgesetzbuches der Ukraine.

Zusätzlich wurde einem der Verdächtigen auch Anklage wegen Anstiftung zur Gewährung unrechtmäßiger Vorteile an einen Amtsträger erhoben, der im Interesse Dritter handelt, was einen Verstoß gegen Teil 4 des Artikels 27 und Teil 3 des Artikels 369 des Strafgesetzbuches der Ukraine darstellt.

Das Gericht wählte für die Verdächtigen eine Maßnahme der Sicherheit in Form von Untersuchungshaft, jedoch mit der Möglichkeit, eine Kaution in Höhe von 1,9 Millionen Hrywnja für jeden zu hinterlegen. Diese gerichtliche Entscheidung unterstreicht die Schwere des Vergehens und die Gefahr, die solche Verbrecher für die Gesellschaft darstellen.

Es sei daran erinnert, dass kürzlich zwei "kriminelle Autoritäten" ebenfalls verdächtigt wurden, 19.000 US-Dollar von einem Kiewer Arzt wegen einer erfundenen Schuld zu erpressen, was mit Folter und Schlägen einherging. Diese Fälle verdeutlichen die Aktualität des Problems der Erpressung und Betrugs in der Ukraine, insbesondere im Bereich der medizinischen Dienstleistungen.

Wir rufen alle Bürger auf, vorsichtig und aufmerksam zu sein und sich nicht zu scheuen, sich in Fällen, in denen sie Opfer krimineller Handlungen werden, an die Strafverfolgungsbehörden zu wenden.