Ministerium für Bildung kündigt Gründung der Agentur für angewandte Forschung und des Maritimen Forschungszentrums an
Das Ministerium für Bildung und Wissenschaft der Ukraine plant die Einführung neuer Initiativen zur Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen wissenschaftlichen Einrichtungen und der Wirtschaft. Insbesondere kündigte stellvertretender Minister Denis Kurbatov die Gründung einer Agentur für angewandte Forschung und eines Maritimen Forschungszentrums an.
Das Ministerium für Bildung und Wissenschaft der Ukraine bereitet sich auf die Einführung neuer Initiativen vor, die darauf abzielen, die Zusammenarbeit zwischen wissenschaftlichen Einrichtungen und der Wirtschaft zu verbessern. Insbesondere hat der stellvertretende Minister Denis Kurbatov die Schaffung einer Agentur für angewandte Forschung und eines Maritimen Forschungszentrums angekündigt. Diese Projekte zielen darauf ab, Innovationen zu fördern und die Wettbewerbsfähigkeit der ukrainischen Wissenschaft zu steigern.
In einem exklusiven Interview mit der Nachrichtenagentur "Interfax-Ukraine" erklärte Kurbatov, dass sich die Projekte in verschiedenen Phasen der Umsetzung befinden. Seinen Angaben zufolge ist der Wettbewerb für öffentlich-private Partnerschaften im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E) bereits fast abgeschlossen. "Wir haben eine Reihe von Wettbewerben für öffentliche Aufträge umstrukturiert, aber derzeit haben wir keinen einzigen Wettbewerb für Aufträge aus der Wirtschaft. Dies ist der erste Wettbewerb für öffentlich-private Partnerschaften in der F&E, bei dem wir die Anfragen der Technologieunternehmen sammeln werden", erläuterte er.
Laut den Plänen wird die Wirtschaft die technischen Anforderungen formulieren, während der Staat eine Mitfinanzierung sicherstellen wird. Die Wissenschaftler wiederum werden an konkreten Projekten arbeiten, die für den Markt relevant sind. Für die Finanzierung von zehn solchen Projekten sind derzeit 100 Millionen Hrywnja vorgesehen. Kurbatov betonte, dass die Agentur für angewandte Forschung dafür verantwortlich sein wird, die Wirtschaft und die Wissenschaft zusammenzubringen und einen rechtlichen Rahmen zu finden, damit all diese Initiativen effektiv umgesetzt werden können.
Kurbatov gab auch bekannt, dass die rechtlichen Grundlagen für die Agentur für angewandte Forschung bis April vorbereitet sein sollen und im Mai die Auswahl der Kandidaten für die Arbeit in der neuen Struktur beginnen wird. "Der Wettbewerb wird parallel stattfinden, während wir ihn seitens des Ministeriums aufgreifen. Wir werden ihn definitiv in diesem Jahr durchführen, danach werden wir ein Team bilden und die Agentur starten, die methodisch mit diesem Prozess beschäftigt sein wird", fügte er hinzu.
Zusätzlich zur Agentur für angewandte Forschung kündigte der stellvertretende Minister eine weitere wichtige Initiative an – die Schaffung eines Maritimen Forschungszentrums. "Derzeit haben wir die Situation, dass wir durch die Besetzung der Krim, der Asowschen und teilweise der Schwarzmeerküste viele wissenschaftliche Einrichtungen verloren haben, die sich mit wissenschaftlichen Problemen der Meere befassten. Es sind nur noch das Institut in Odessa und, ohne Zweifel, das Nationale Antarktische Wissenschaftszentrum übrig geblieben. Tatsächlich beschäftigt sich in der Ukraine niemand ernsthaft mit der Erforschung der Meere", stellte Kurbatov fest.
Er betonte, dass die Schaffung eines einheitlichen nationalen maritimen Forschungszentrums ein notwendiger Schritt zur Wiederherstellung der wissenschaftlichen Forschung in diesem Bereich sei. "Wir haben mit der Schaffung eines einheitlichen nationalen maritimen Forschungszentrums begonnen, ähnlich denjenigen, die in Dänemark oder Deutschland existieren", fügte er hinzu. Laut Kurbatov ist geplant, das Nationale Antarktische Wissenschaftszentrum und das Ukrainische Wissenschaftszentrum für Meeresökologie in Odessa zusammenzuführen und andere relevante Institute einzubeziehen.
Darüber hinaus wies der stellvertretende Minister darauf hin, dass derzeit nach Finanzierungsmöglichkeiten für die Umsetzung dieses Projekts gesucht wird. "Ab dem nächsten Jahr soll das Zentrum als nationale Plattform für die Forschung im Schwarzen Meer, im Mittelmeer und im Weltmeer fungieren. Natürlich sind dafür Ressourcen erforderlich, aber die Meere müssen ernsthaft bearbeitet werden", betonte er.
Kurbatov merkte auch an, dass im Ukrainischen Zentrum für Meeresökologie ein relativ neues Forschungsschiff vorhanden ist, das nach einer kleinen Reparatur als Basis und Startpunkt für die Arbeit des neuen Maritimen Forschungszentrums dienen wird. Dies zeugt von einem ernsthaften Ansatz zur Wiederherstellung der Meeresforschung in der Ukraine und der Bereitschaft, aktiv in diesem wichtigen Bereich zu arbeiten.