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Meryl Streep kritisiert den Kleidungsstil von Melania Trump und ihre Botschaft

Die amerikanische Schauspielerin und Oscar-Preisträgerin Meryl Streep hat kürzlich die erste Dame der USA, Melania Trump, scharf kritisiert, insbesondere ihren Kleidungsstil und die damit verbundene Botschaft.

In einem Gespräch für das Magazin Vogue äußerte Streep ihre Bedenken über eine Jacke, die Trump während eines Treffens mit Migrantenkindern im Jahr 2018 trug. Auf dieser Jacke stand der provokante Spruch: "Mir ist das wirklich egal." Dieser Vorfall sorgte für großes Aufsehen in der Öffentlichkeit, und Streep fühlte sich veranlasst, ihre Gedanken dazu in einem Interview zu teilen.

Das Gespräch fand auf dem Cover des amerikanischen Vogue statt, wo Streep und die Chefredakteurin des Magazins, Anna Wintour, über den Einfluss von Mode auf die Politik diskutierten. Die Regisseurin Greta Gerwig moderierte das Gespräch und brachte das Thema Melania Trump zur Sprache, was Streep dazu veranlasste, ihre Kritik zu äußern. "Ich denke, dass die stärkste Botschaft, die unsere derzeitige First Lady vermittelt hat, die Jacke mit der Aufschrift 'Mir ist das wirklich egal, und dir?' war, als sie sich auf den Weg machte, um die inhaftierten Migrantenkinder zu sehen", bemerkte Streep. Die Schauspielerin betonte, dass Kleidung immer eine Form des Selbstausdrucks sei, aber gleichzeitig auch in breitere historische und politische Erwartungen eingebettet sei.

Streep sprach auch über Mode für Frauen in Machtpositionen und stellte fest, dass Frauen oft gezwungen sind, ihre Verwundbarkeit durch ihre Kleidung zu zeigen. "Ich bin beeindruckt, wie Frauen in Machtpositionen ihre nackten Arme im Fernsehen zeigen müssen, während Männer in Hemden und Krawatten oder Anzügen gekleidet sind. Bei Frauen ist es wie eine Entschuldigung. Sie müssen ihre Kleinheit zeigen. Das ist eine Kompensation: Der Fortschritt der Frauen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und zu Beginn dieses Jahrhunderts destabilisiert die Situation", fügte sie hinzu. Streep unterstrich, dass Frauen die Möglichkeit haben sollten, sich ohne Einschränkungen auszudrücken, ohne den Druck der Gesellschaft zu spüren.

Der Vorfall mit Melania Trump ereignete sich im Juni 2018, als die First Lady der USA sich mit Migrantenkindern in Texas treffen sollte. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich 55 Kinder in dem Zentrum, viele von ihnen waren von ihren Eltern getrennt worden im Rahmen der Null-Toleranz-Politik der Trump-Administration gegenüber illegaler Einwanderung. Vor ihrem Flug nach Texas erschien Trump in einer grünen Zara-Jacke mit der Aufschrift "Mir ist das wirklich egal, und dir?", was eine Welle der Kritik in der Öffentlichkeit auslöste. Viele Menschen betrachteten ihr Outfit als Ausdruck von Gleichgültigkeit gegenüber dem Schicksal der Kinder.

Nach diesem Vorfall bestätigte Melania Trump in einem Interview mit ABC News, dass die Jacke eine Art Botschaft hatte, die sich jedoch gegen ihre Kritiker richtete und nicht gegen die Kinder. "Offensichtlich habe ich die Jacke nicht für die Kinder getragen, ich habe sie angezogen, als ich ins Flugzeug stieg und als ich ausstieg. Das war für die Leute und die linken Medien, die mich kritisieren. Ich wollte ihnen zeigen, dass es mir egal ist", erklärte sie. Trump betonte auch, dass sie es nicht mag, wenn die Medien sich auf ihre Kleidung konzentrieren, anstatt über ihre Initiativen und Arbeiten zu sprechen.

Dennoch bestätigte Trump in einem Dokumentarfilm über sich selbst im Jahr 2026, dass sie tatsächlich großen Wert auf die Kleidung legt, die sie für offizielle Anlässe auswählt. Dies deutet darauf hin, dass trotz ihrer Abstreitungen die Fragen des Stils und des Images weiterhin wichtige Aspekte ihres öffentlichen Lebens bleiben.