Meloni versucht politisches Comeback nach Niederlage ihrer Regierung beim Referendum
Die italienische Premierministerin Giorgia Meloni unternimmt laut Berichten von Ukrinform einen Versuch, sich politisch neu aufzustellen, nachdem ihre Regierung beim Referendum eine Niederlage erlitten hat.
Die italienische Premierministerin Giorgia Meloni, wie von Ukrinform berichtet, versucht, sich politisch neu zu formieren, nachdem ihre Regierung bei einem Referendum eine Niederlage erlitten hat. Laut dem Nachrichtenportal Politico betrachten Melonis Verbündete und Experten ihre Nähe zum ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump als politischen Nachteil, der die Wahlergebnisse beeinflusst hat.
Trotz dieser Niederlage schließt die Regierung Meloni derzeit die Möglichkeit vorzeitiger Neuwahlen aus. Politico hebt hervor, dass die Außenpolitik der Premierministerin sich in Bezug auf Trump verschärft hat. Meloni betont, dass der Schutz der nationalen Interessen Italiens Priorität hat und das Land eng mit seinen europäischen Partnern zusammenarbeiten wird, trotz möglicher Spannungen in den Beziehungen zu Washington.
In ihrer Rede vor den italienischen Abgeordneten am 9. April wies Meloni jegliche „Unterordnung“ unter Trump zurück und machte deutlich, dass Italien wiederholt seine Unzufriedenheit mit den Maßnahmen der USA geäußert hat. „Den Verbündeten wird klar signalisiert, wenn wir nicht einverstanden sind“, erklärte sie und verwies dabei insbesondere auf Fragen der Zölle sowie die Position der USA in Bezug auf Grönland und die Ukraine. Meloni erinnerte auch daran, dass Italien sich nicht an militärischen Aktionen im Iran beteiligt hat und diese nicht unterstützt hat. Dies wurde besonders im Fall Sigonella deutlich, wo Italien alle Vereinbarungen, die die Beziehungen zu den USA regeln, eingehalten hat.
Trotz dieser Differenzen ist Meloni der Ansicht, dass der Westen Einheit bewahren muss, um eine einflussreiche Kraft auf der internationalen Bühne zu sein. „Denn nur wenn der Westen einig ist, kann er eine Kraft sein, die in der Lage ist, auf der Weltbühne ein Wort zu sagen. Und weil wir ohne diese Einheit, und nicht jemand anderes, schwächer werden“, fasste sie zusammen.
Es ist erwähnenswert, dass Meloni bereits zuvor erklärt hatte, dass Italien nicht plant, sich an militärischen Aktionen der USA und Israels gegen den Iran zu beteiligen, sondern stattdessen auf eine diplomatische Lösung des Konflikts hinarbeiten möchte. Diese Position wurde auch von Italiens Verteidigungsminister Guido Crosetto unterstützt, der Washington die Nutzung der Marineluftwaffenbasis Sigonella auf Sizilien verweigerte.
Erinnern wir uns daran, dass Meloni zuvor die Niederlage der Regierungsinitiative bei einem zweitägigen Referendum zur Reform des Justizsystems, das im März stattfand, eingestanden hatte. Diese Niederlage stellte einen schweren Schlag für ihre Regierung dar und führte zu der Notwendigkeit, die politische Strategie zu überdenken und neue Ansätze in der Außenpolitik zu entwickeln.
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