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Magnet schloss das Jahr 2025 mit einem Rekordverlust von 22,5 Milliarden Rubel ab

Die größte Einzelhandelsgruppe Russlands, Magnet, hat das Jahr 2025 mit einem Nettoverlust von 22,5 Milliarden Rubel abgeschlossen. Diese finanzielle Niederlage ist die erste ihrer Art in mehr als zwei Jahrzehnten und sorgt für Besorgnis unter Investoren und Analysten.

Magnet, die größte Einzelhandelskette in Russland nach Anzahl der Geschäfte, hat das Jahr 2025 mit einem Nettoverlust von 22,5 Milliarden Rubel abgeschlossen. Laut einem Bericht des The Moscow Times stellt dieser finanzielle Rückschlag die erste derartige Niederlage für das Unternehmen in über zwei Jahrzehnten seiner Existenz dar, was Besorgnis unter Investoren und Analysten auslöst.

Zum Zeitpunkt der Jahresbilanz betrieb die Magnet-Kette 32.000 Verkaufsstellen in 72 Regionen Russlands. Trotz eines Umsatzanstiegs von 11 % auf 3,1 Billionen Rubel sank der Gewinn aus dem Verkauf um 13 % auf 138,7 Milliarden Rubel. Die Hauptursache für die finanziellen Schwierigkeiten des Unternehmens war die steigende Schuldenlast: Aufgrund der Erhöhung des Leitzinses stiegen die Zinskosten für Kredite um 74 % auf 163,9 Milliarden Rubel.

Die im Bericht präsentierten Informationen zeigen, dass der Verlust von Magnet kein Einzelfall ist, sondern einen allgemeinen Trend in der russischen Wirtschaft widerspiegelt. Der hohe Leitzins der Zentralbank Russlands belastet weiterhin den gesamten realen Wirtschaftssektor, was zu einem Anstieg finanzieller Schwierigkeiten unter den Unternehmen führt.

Frühere Berichte hatten bereits ergeben, dass die Einnahmen aus dem Öl- und Gassektor Russlands im Jahr 2025 auf den niedrigsten Stand seit der COVID-19-Pandemie gefallen sind. Infolgedessen könnte der Haushalt der Russischen Föderation bereits zu Beginn des Jahres 2026 mit einem erheblichen Defizit konfrontiert werden, da die Regierung des Aggressorstaates das Fehlen erheblicher Einnahmen aus dem Öl- und Gassektor anerkennt.

Die ukrainische Geheimdienstbehörde berichtete ebenfalls, dass sich die finanzielle Lage mittelgroßer und großer Unternehmen in Russland weiterhin verschlechtert, was auf wachsende Ungleichgewichte im Unternehmenssektor hinweist. Mehr als die Hälfte der großen Unternehmen in Russland beendete das Jahr 2025 mit einem Rückgang des Gewinns und reduzierte oder frierte ihre Investitionsprojekte vollständig ein. Viele dieser Unternehmen bereiten sich auf Entlassungen vor.

Am 24. Februar 2026 wurde bekannt, dass in Russland die Schließung von etwa 300 Unternehmen geplant ist, was auf ernsthafte Probleme in der Wirtschaft hinweist. Erstmals in der Geschichte befinden sich 74 russische Regionen in einer finanziellen Krise, was eine Welle von Unternehmensschließungen im ganzen Land auslöste. Das russische Finanzministerium hat anerkannt, dass die Lücke in der Staatskasse mit rekordverdächtigen Geschwindigkeiten wächst.

Darüber hinaus bestätigte Rosstat, dass über 17.000 russische Unternehmen Verluste gemeldet haben, was ein alarmierendes Signal für die Wirtschaft darstellt. VkusVill, einer der großen Lebensmittelhändler in Russland, war das erste Unternehmen, das begann, sein Filialnetz zu reduzieren, indem es zum Ende des Jahres 2025 286 Geschäfte schloss. Diese Ereignisse unterstreichen die ernsthaften Herausforderungen, denen sich die russische Wirtschaft in Zeiten wachsender finanzieller Instabilität gegenübersieht.