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Falsche Kampfzahlungen in Höhe von 12 Millionen UAH: Zwei Oberstleutnante der Nationalgarde unter Verdacht

Die ukrainische Staatsanwaltschaft hat zwei Oberstleutnante der Nationalgarde wegen mutmaßlicher falscher Zahlungen von 12 Millionen UAH an Soldaten während des Kriegszustands angeklagt.

Wie die Pressestelle der Generalstaatsanwaltschaft berichtet, hat die Ermittlungsbehörde im März 2025 festgestellt, dass Beamte der Nationalgarde unrechtmäßig zusätzliche Vergütungen an 164 Militärangehörige für den Zeitraum von Dezember 2024 bis Februar 2025 gezahlt haben. Diese Zahlungen wurden angeblich für die Durchführung von Kampf- und Spezialaufträgen geleistet, einschließlich der Sicherung von Zugstützpunkten.

Die Ermittler haben herausgefunden, dass der Nationalgarde die Aufgabe zugewiesen wurde, sieben solcher Stützpunkte im Kryvyi Rih Bezirk der Dnipropetrowsk Region zu sichern, die sich außerhalb der Kampfzone befanden. Allerdings wird das tatsächliche Erfüllen dieser Aufgaben in dem angegebenen Zeitraum durch keine Dokumente belegt. Dies deutet darauf hin, dass die Soldaten Geld für Dienste erhalten haben, die tatsächlich nicht erbracht wurden.

Die durchschnittliche Summe, die jeder Soldat erhielt, betrug zwischen 85.000 und 90.000 UAH über drei Monate. Die gesamten Schäden, die dem Staat durch diese Machenschaften entstanden sind, übersteigen 11,9 Millionen UAH. Diese Informationen werden durch ein durchgeführtes forensisch-wirtschaftliches Gutachten bestätigt. Derzeit wurden bereits Maßnahmen ergriffen, um die überzahlten Mittel in den Haushalt zurückzuführen.

Den Oberstleutnants wird eine Verletzung von Teil 4 des Artikels 425 des Strafgesetzbuches der Ukraine vorgeworfen, der für nachlässige Behandlung des Militärdienstes, die zu schweren Folgen im Kriegszustand geführt hat, eine Verantwortung vorsieht. Dies ist eine ernsthafte Anklage, die weitreichende Konsequenzen für die Beschuldigten haben könnte.

Wie zuvor von Ukrinform berichtet, haben die Mitarbeiter des Staatlichen Ermittlungsbüros die Vorermittlungen zu den Machenschaften mit Militärzahlungen in Saporischschja abgeschlossen. In diesem Fall erhielten Stabsmitarbeiter fast 700.000 UAH an Kampfzulagen, was ebenfalls in der Gesellschaft für großes Aufsehen sorgte.

Diese Vorfälle weisen auf ernsthafte Probleme im System der Kontrolle über Militärzahlungen hin, die dringend gelöst werden müssen. In Zeiten des Krieges, in denen die Ressourcen des Staates begrenzt sind, können solche Missbräuche katastrophale Folgen für die Verteidigungsfähigkeit des Landes und das Wohlergehen der Soldaten haben, die tatsächlich ihre Pflichten an der Front erfüllen.

Angesichts dieser Ereignisse ist es wichtig, dass die Gesellschaft und die Strafverfolgungsbehörden weiterhin aufmerksam die finanziellen Ströme im Militärbereich überwachen, um ähnliche Vorfälle in der Zukunft zu verhindern. Nur durch Transparenz und Rechenschaftspflicht kann eine effektive Nutzung der Haushaltsmittel in diesem kritischen Bereich gewährleistet werden.

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