Ärzte in Lwiw retten 2-jährige Sofijka, die drei Monate mit einer Batterie in der Speiseröhre lebte
In Lwiw haben Ärzte des Kinderkrankenhauses St. Nikolaus erfolgreich die 2-jährige Sofijka gerettet, die drei Monate lang mit einer Lithiumbatterie in der Speiseröhre lebte. Dieser Vorfall ereignete sich, weil die Eltern des Mädchens die Ursache für ihre Gesundheitsprobleme zunächst nicht erkennen konnten, was zu einer Verzögerung bei der Diagnose und Behandlung führte.
Im frühen Herbst bemerkten die Eltern von Sofijka, dass ihre Tochter über Halsschmerzen und Bauchschmerzen klagte. Sie hatte auch Schwierigkeiten beim Schlucken und konnte nur pürierte Nahrung zu sich nehmen. Obwohl die Eltern medizinische Hilfe suchten, fanden die Ärzte zunächst keinen Fremdkörper und begannen mit der Behandlung einer vermuteten Infektion. Um die Bauchschmerzen zu lindern, wurde dem Mädchen ein auf Ibuprofen basierendes Medikament verschrieben.
Im Laufe des Winters wurden die Symptome von Sofijka verschiedenen Erkrankungen zugeschrieben. Die Ärzte behandelten sie gegen Würmer, entzündliche Prozesse und andere mögliche Ursachen. Doch der Gesundheitszustand des Mädchens verbesserte sich nicht: Sie klagte weiterhin über Halsschmerzen und konnte nicht normal essen.
Zu Beginn des Frühlings traten bei Sofijka neue Symptome auf: Erbrechen, Nahrungsverweigerung, Husten und ein pfeifendes Atmen, das selbst aus der Ferne hörbar war. Besorgt über den Zustand ihrer Tochter wandten sich die Eltern erneut an die Ärzte und bestanden auf einer zusätzlichen Untersuchung. Nach einer Röntgenaufnahme wurde klar, dass sich ein Fremdkörper in der Speiseröhre des Mädchens befand.
„Bei der endoskopischen Untersuchung wurde genau festgestellt, dass sich im Bereich der ersten physiologischen Verengung der Speiseröhre eine runde Lithiumbatterie mit einem Durchmesser von 2,5 cm festgesetzt hatte. Um sie herum hatten sich Schwellungen und Hypergranulationen der Schleimhaut gebildet – Anzeichen für eine langanhaltende Gewebeschädigung“, berichteten die Vertreter des Krankenhauses.
Die Behandlung von Sofijka übernahmen die Kinderchirurgen Wladimir Fedus, Denis Konoplytsky und Dmitro Grytsak. Die Operation war kompliziert, da die Batterie fest fixiert war und jede Manipulation zu einem Riss der Speiseröhre führen könnte. Doch den Ärzten gelang es, den Fremdkörper sicher zu entfernen.
„Derzeit ist der Zustand der 2-jährigen Patientin stabil, aber die Risiken bestehen weiterhin. Die Ärzte beobachten sorgfältig, ob es zu einer Verengung der Speiseröhre an der Stelle der Verletzung kommt – dies ist eine der häufigsten Komplikationen in solchen Fällen“, fügte das Krankenhaus hinzu. In einem Monat wird das Mädchen eine Nachuntersuchung durchlaufen, die zeigen wird, ob es nach der Operation zu Komplikationen gekommen ist.