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Chinesische Drohnen unter Kontrolle: Alexander Kardakov über Bedrohungen und Lösungen

Der IT-Millionär Alexander Kardakov warnt vor den Gefahren, die von chinesischen Überwachungstechnologien ausgehen, und fordert gesetzliche Maßnahmen zur Sicherung der Kommunikationskanäle für Drohnen.

In China gibt es gesetzliche Anforderungen, die die Herstellung jeglicher optischer Geräte ohne Backdoor verbieten. Dies bedeutet, dass in der Ukraine etwa 90 % oder sogar 80 % der Überwachungskameras möglicherweise unter Kontrolle chinesischer Hersteller stehen. Diese alarmierenden Informationen äußerte der Gründer von Octava Capital, der IT-Millionär Alexander Kardakov, in einem Interview mit dem Nachrichtenportal NV.

Kardakov wies darauf hin, dass im Internet zahlreiche Videos zu finden sind, die chinesische Gimbal zeigen – Kameras, die auf Aufklärungsdrohnen montiert sind. Er betonte, dass es in China gesetzlich untersagt ist, optische Geräte ohne Backdoor zu produzieren. Eine Backdoor ist ein versteckter Fehler im Algorithmus oder eine absichtlich im Programmcode belassene Hintertür, die es ermöglicht, selbst von Gimbals, die auf Aufklärungsdrohnen installiert sind, Aufnahmen herunterzuladen. Dies ist besonders besorgniserregend, wenn man die Firma Hikvision betrachtet, einen chinesischen Hersteller von Videoüberwachungs- und Sicherheitssystemen. Demnach ist die Situation in der Ukraine äußerst kritisch, da 90 % oder 80 % der Kameras möglicherweise unter chinesischer Kontrolle stehen.

Kardakov wies zudem darauf hin, dass in der Ukraine offene Kommunikationskanäle verwendet werden, was zusätzliche Risiken mit sich bringt. Er nannte Beispiele, in denen russische Streitkräfte die Kontrolle über ukrainische Drohnen abfangen konnten. Dies unterstreicht die Bedeutung der Sicherstellung der Sicherheit der Kommunikationskanäle für Drohnen. Laut Kardakov sollte dies gesetzlich verankert werden. "Es muss gesetzlich vorgeschrieben werden, dass alle Drohnen irgendein System zum Schutz der Kommunikationskanäle haben. Und das ist nicht übermäßig teuer", betonte er.

Gleichzeitig hob Kardakov hervor, dass dieses Problem auch in die andere Richtung funktioniert: Die Ukraine hat ebenfalls die Möglichkeit, die Kontrolle über feindliche Drohnen zu übernehmen. Er stellte fest, dass "theoretisch dies möglich ist" und dass es in der Ukraine Talente gibt, die solche Technologien umsetzen können.

Im Rahmen der Diskussion über Ideen, die in den letzten zwei Jahren erörtert wurden, erwähnte Kardakov das Konzept von Kamikaze-Drohnen, die angeblich eine eingebaute Preisliste haben, die ihnen hilft zu bestimmen, welches Ziel es wert ist, zerstört zu werden. "Selbst auf Messen gab es solche schönen Werbeanzeigen. In Wirklichkeit ist das unmöglich", betonte er. Seiner Meinung nach ist künstliche Intelligenz in diesem Fall ein Informationsverarbeitungssystem eines Rechenzentrums, und eine Technologie wie SPHERE sollte Hunderte von Informationssensoren in Echtzeit verarbeiten.

Kardakov nannte das Beispiel des Unternehmens Venator, das eine Kamikaze-Drohne und den akustischen Sensor Fenek entwickelt hat, der bereits zertifiziert und in Kampftests erprobt wurde. Diese Technologien können auch von anderen Herstellern, einschließlich im Ausland, genutzt werden. Er stellte fest, dass die Technologien in der Entwicklung an die Möglichkeiten der Massenproduktion in Standardunternehmen angepasst werden.

In Bezug auf die Rolle von Octava Capital in diesen Prozessen betonte Kardakov, dass das Unternehmen an der Entwicklung neuer Technologien arbeitet. "Wir erfinden all das. Zum Beispiel wurden während des Zweiten Weltkriegs Sherman-Panzer in 10 Fabriken produziert. Sie unterschieden sich ein wenig voneinander, aber es waren keine unterschiedlichen Panzer. Jemand hat das organisiert. Unsere Aufgabe ist es, ein System zu schaffen", fasste er zusammen.

Es wurde bereits zuvor über einen wichtigen Durchbruch der Ukraine in der Drohnenproduktion berichtet, der es ermöglicht, die Abhängigkeit von chinesischen Komponenten zu verringern. Dies eröffnet neue Möglichkeiten für die Entwicklung von Vertechnologien im Land.