Chinesische Orbitalstation zur Sonnenenergiegewinnung könnte Instrument der elektronischen Kriegsführung werden
Es besteht die Möglichkeit, dass die zukünftige Orbitalstation Chinas zur Gewinnung von Sonnenenergie auch als Werkzeug für elektronische Kriegsführung fungieren kann. Professor Duan Baoyan, führender Architekt der chinesischen Initiative 'Jagd nach der Sonne', hat die Architektur des Projekts aktualisiert.
Es besteht die Möglichkeit, dass die zukünftige Orbitalstation Chinas zur Gewinnung von Sonnenenergie auch als Werkzeug für elektronische Kriegsführung fungieren kann. Professor Duan Baoyan, der an der Universität Xidian tätig ist und als führender Architekt der chinesischen Initiative bekannt ist, die auch als 'Jagd nach der Sonne' bezeichnet wird, hat die Architektur des Projekts aktualisiert.
In einem kürzlich veröffentlichten Bericht hebt der Wissenschaftler hervor, dass das modernisierte System in der Lage sein wird, eine Reihe zusätzlicher Aufgaben zu erfüllen, „wie Kommunikation, Navigation, Aufklärung, Störung und Fernsteuerung“, während es gleichzeitig Energie zur Erde überträgt. Dies bedeutet, dass die neue Station nicht nur Energie liefern wird, sondern auch ein wichtiger Bestandteil militärischer Operationen werden könnte.
Die Raumsonnenenergieanlage (SSPS) soll Sonnenlicht im Weltraum sammeln und es in Form leistungsstarker Mikrowellenstrahlen an Bodenempfänger umleiten. Diese Fähigkeit verwandelt die SSPS in eine potenzielle Waffe, wie das 'South China Morning Post' berichtet. Theoretisch könnten die chinesischen Streitkräfte Strahlen auf feindliche Kommunikationssysteme richten, um Signale zu stören, oder sie zur Sicherung ihrer eigenen Kommunikation nutzen.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass Raumstationen enorme Vorteile gegenüber Bodenstationen bieten. Das Sonnenlicht im Orbit scheint kontinuierlich, unabhängig von Wetterbedingungen oder Tageszeit. Das bedeutet, dass Energie jederzeit verfügbar sein kann, was solche Stationen äußerst attraktiv für den Einsatz macht.
In Zukunft plant China die Möglichkeit, einen Raumflugzeugträger zu entwickeln, plant den Bau eines Kernreaktors auf dem Mond in den 2030er Jahren und testet elektromagnetische Abschussvorrichtungen anstelle traditioneller Raketen, berichtet 'Interesting Engineering'. Diese ehrgeizigen Pläne deuten darauf hin, dass China beabsichtigt, eine führende Rolle in der Raumfahrttechnologie und militärischen Innovationen zu übernehmen.
Die Technologie der drahtlosen Energieübertragung aus dem Orbit interessiert derzeit nicht nur China. Die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA entwickelt ein eigenes Konzept für eine modulare Station, während das California Institute of Technology bereits im vergangenen Jahr einen funktionalen Prototypen des Systems ins All geschickt hat. Auch die Europäische Weltraumorganisation führt eigene Forschungen durch. Dennoch bleibt für alle Länder die Hauptschwierigkeit der Bau kilometerlanger Strukturen im Orbit und die Steuerung von Strahlen über Entfernungen von zehntausenden Kilometern.