China erzielt Rekordimporte von Öl aus Brasilien vor dem Hintergrund des Konflikts im Nahen Osten
Im März 2026 hat China mit einem Import von 1,6 Millionen Barrel Rohöl pro Tag aus Brasilien einen Rekord aufgestellt. Dies geschah vor dem Hintergrund eines Konflikts im Nahen Osten, der zur Schließung der Straße von Hormuz führte, einem wichtigen Transportweg für weltweite Öllieferungen.
Im März 2026 hat China mit einem Import von 1,6 Millionen Barrel Rohöl pro Tag aus Brasilien einen neuen Rekord aufgestellt. Diese Entwicklung fiel in eine Zeit, in der der Konflikt im Nahen Osten die Straße von Hormuz, einen entscheidenden Transportweg für die weltweiten Öllieferungen, geschlossen hatte. Die Schließung dieser wichtigen Wasserstraße hat die globalen Energiemärkte erheblich beeinflusst und die Länder gezwungen, alternative Bezugsquellen zu finden.
Nach Angaben von Reuters lag der vorherige Rekord für den Ölimport aus Brasilien nach China bei etwa 1,46 Millionen Barrel pro Tag und wurde im Mai 2020 verzeichnet. Die rekordverdächtigen Einkäufe Chinas haben den Gesamtexport von brasilianischem Öl erheblich beeinflusst, der im März 2026 auf 2,5 Millionen Barrel pro Tag auf allen Märkten angestiegen ist. Diese Zahl ist die zweithöchste in der Geschichte, nur übertroffen vom März 2023.
Es ist bemerkenswert, dass der gesamte Export von Rohöl aus Brasilien im Vergleich zum Februar 2026 um 12,4 % gestiegen ist. Bruno Cordeiro, Analyst bei der Beratungsfirma StoneX, kommentierte die Situation und stellte fest: "Die Steigerung des Exports war zu erwarten, da die Schließung der Straße von Hormuz die importierenden Länder dazu veranlasst hat, intensiv nach Lieferungen aus alternativen Quellen zu suchen."
Zusätzlich zu China wurde Indien im März 2026 zum zweitgrößten Ziel für den Export von brasilianischem Öl. Indien suchte aktiv nach neuen Lieferungen, nachdem die Straße von Hormuz geschlossen wurde, durch die vor Beginn des Krieges etwa 20 % der weltweiten Rohölströme flossen. Dies zeigt, dass Länder, die zuvor von traditionellen Lieferanten abhängig waren, gezwungen sind, neue Quellen zu finden, um ihren Ölbedarf zu decken.
Gleichzeitig begann Russland im März 2026, Öl, das ursprünglich für China bestimmt war, nach Indien umzuleiten. Dies geschah vor dem Hintergrund eines starken Anstiegs der Nachfrage von großen indischen Raffinerien. Die Preise für die wichtige russische Ölsorte Urals, die nach Indien geliefert wird, erreichten Rekordhöhen, nachdem die USA ihre Genehmigung erweitert hatten, die es Ländern erlaubt, russisches Rohöl zu kaufen.
Laut Informationen von Bloomberg haben sich die Lieferungen russischen Öls nach Indien im März 2026 auf 1,9 Millionen Barrel pro Tag erholt, was den höchsten Stand seit Juni 2025 darstellt. Gleichzeitig sind die Lieferungen russischen Öls nach China auf ein ähnliches Niveau gesunken, verglichen mit den rekordverdächtigen 2,1 Millionen Barrel pro Tag im Februar 2026. Diese Veränderungen verdeutlichen, wie schnell sich die globalen Marktbedingungen aufgrund geopolitischer Ereignisse, wie etwa Konflikten im Nahen Osten, ändern können.