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Russische Schiffe begleiteten sanktionierte Tanker im Ärmelkanal – Kreml spricht von "Schutz vor Piraterie"

Der Sprecher des Kremls, Dmitri Peskow, kommentierte die Informationen über die Begleitung sanktionierter Tanker durch russische Kriegsschiffe im Ärmelkanal und erklärte, Russland schütze seine wirtschaftlichen Interessen vor "Piraterie".

Der Sprecher des Kremls, Dmitri Peskow, hat sich zu den Berichten geäußert, dass russische Militärschiffe sanktionierte Tanker im Ärmelkanal begleiteten. Er erklärte, Russland schütze seine wirtschaftlichen Interessen vor "Piraterie". Diese Aussage erfolgte als Reaktion auf Berichte britischer Medien, die besagten, dass die russische Fregatte "Admiral Grigorowitsch" zwei Öltanker eskortierte, die unter britische Sanktionen fallen.

Nach Informationen des britischen Mediums The Telegraph begleitete die russische Fregatte zwei Schiffe: eines unter russischer Flagge mit dem Namen "Universal" und ein weiteres unter der Flagge Kameruns, das den Namen "Enigma" trägt. Diese Tanker durchquerten den Ärmelkanal, was Besorgnis bei britischen Militär- und Regierungsbehörden auslöste.

Auf die Fragen von Journalisten zur Begleitung der Tanker wies Peskow darauf hin, dass Russland das Recht habe, "Maßnahmen" zu ergreifen, um seine wirtschaftlichen Interessen zu schützen, wenn diese gefährdet seien. Er betonte, dass Russland seine Handlungen im Lichte von Pirateriefällen in internationalen Gewässern als gerechtfertigt ansehe.

„Wir haben Fälle von Piraterie in internationalen Gewässern beobachtet. Diese Vorfälle haben den wirtschaftlichen Interessen der Russischen Föderation geschadet, weshalb Russland sich im Recht sieht und Maßnahmen zum Schutz seiner Interessen ergreifen wird“, fügte der Kremlsprecher hinzu und unterstrich, dass das Land Bedrohungen für seine wirtschaftlichen Aktivitäten nicht ignorieren werde.

Diese Situation ereignete sich vor dem Hintergrund zunehmender Spannungen zwischen Russland und Großbritannien, insbesondere im Kontext der militärischen Aktivitäten in der Ukraine und der gegen Russland verhängten Sanktionen. Der britische Premierminister Keir Starmer kommentierte ebenfalls die Situation und stellte fest, dass die britischen Streitkräfte und Strafverfolgungsbehörden neue Befugnisse erhalten haben, um Schiffe abzufangen, die unter britische Sanktionen fallen und durch britische Gewässer transitieren.

Nach der Verabschiedung dieser Entscheidung äußerte die russische Botschaft in Großbritannien ihr Unverständnis und erklärte, dass solche Maßnahmen eine Verletzung des Völkerrechts darstellten und die Sicherheit in der Region gefährdeten. Die russische Seite ist der Ansicht, dass ähnliche Maßnahmen zu einer Eskalation des Konflikts und zu einer erhöhten Spannung in internationalen Gewässern führen könnten.

Somit ist die Situation rund um die Begleitung sanktionierter Tanker durch russische Kriegsschiffe im Ärmelkanal zu einem weiteren Kapitel im langanhaltenden Streit zwischen Russland und den westlichen Ländern geworden, die versuchen, den aggressiven Handlungen des Kremls auf der internationalen Bühne entgegenzuwirken. Während Russland behauptet, seine Interessen zu schützen, sieht der Westen dies als ein Phänomen an, das entschlossene Maßnahmen zur Gewährleistung der Sicherheit in internationalen Gewässern erfordert.