Konflikt im Iran behindert die Lieferung privater humanitärer Hilfe der USA nach Ukraine
US-amerikanische Wohltätigkeitsorganisationen und Freiwilligengruppen, die aktiv die Ukraine unterstützen, berichten von erheblichen Problemen bei der Lieferung humanitärer Hilfe aufgrund des Konflikts im Iran.
Wie Ukrinform berichtet, haben amerikanische Wohltätigkeitsorganisationen und Freiwilligengruppen, die aktiv die Ukraine unterstützen, ernsthafte Probleme bei der Lieferung humanitärer Hilfe aufgrund des Konflikts im Iran gemeldet. Diese Situation hat zu Verzögerungen bei der Lieferung notwendiger Güter geführt, die manchmal Wochen dauern, was wiederum das Leben von Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind, gefährdet.
Vertreter der Wohltätigkeitsorganisationen geben an, dass die Transportkosten auf kritische Niveaus gestiegen sind, was sie zwingt, eine schwierige Entscheidung zwischen der Finanzierung von Transporten und dem Kauf lebenswichtiger Ausrüstung zu treffen. Dies betrifft insbesondere Organisationen, die bereits am Limit ihrer Möglichkeiten arbeiten.
Der langanhaltende Konflikt im Iran hat internationale Transporte erheblich gestört, insbesondere in der Straße von Hormuz, die eine Schlüsselroute für den Transport von etwa 20 % des weltweiten Öls und Gases ist. Sicherheitsrisiken im Roten Meer zwingen Schiffe, längere Routen zu wählen, was zu erheblichen Verzögerungen und steigenden Kosten für den Gütertransport führt.
Die gemeinnützige Organisation Hope For Ukraine mit Sitz in New Jersey hat sich auf die Lieferung medizinischer und humanitärer Güter in die frontnahen Gebiete der Ukraine spezialisiert. Sie berichtete, dass die Lieferungen nach Ukraine erheblich langsamer geworden sind und Container mit medizinischer Ausrüstung sowie Mitteln zur Energieversorgung bis zu drei Wochen aufgehalten werden, was die gesamte Transitzeit um fast einen Monat verlängert.
Der Geschäftsführer der Organisation, Jurij Bojechko, erklärte im Gespräch mit Radio Swoboda: „Diese Sets sind äußerst notwendig. Sie gewährleisten die Stromversorgung von Kliniken und Unterkünften. Wenn ihre Lieferung, wie in diesem Fall, verzögert wird, stellt dies eine echte Bedrohung für das Leben der Menschen dar.“
Normalerweise verschickt Hope For Ukraine ein bis zwei Container pro Monat aus den USA, wobei jeder Container bis zu 20 Tonnen Hilfe enthält. Im Gegensatz zur staatlichen Unterstützung sind diese Lieferungen auf private Spenden und Freiwilligennetzwerke angewiesen, was sie besonders anfällig für Veränderungen in der internationalen Situation macht.
Derzeit sehen sich diese Lieferungen jedoch zunehmender Unsicherheit gegenüber. „Die Routen wurden vollständig geändert“, berichtete Bojechko. „Die Schiffe sind gezwungen, einen deutlich längeren Weg zu nehmen. Das bedeutet eine viel längere Lieferung für Menschen, die sich nicht leisten können, zu warten.“
Zu den dringend benötigten Lieferungen gehören Solargeneratoren, die in der Ukraine unverzichtbar geworden sind, wo die Energieinfrastruktur wiederholt angegriffen wurde. Gleichzeitig steigen die Kosten für die Lieferung von Hilfe. Nach über zwei Jahren relativ stabiler Tarife erhielt Hope For Ukraine Mitteilungen über Preiserhöhungen, die am 1. April in Kraft traten.
„Wir sehen einen Anstieg von 10–25 Prozent“, sagte Bojechko und betonte, dass die Auswirkungen für gemeinnützige Organisationen mit begrenztem Budget sofort spürbar sind. „Das bedeutet, dass wir die Mittel umschichten müssen“, fügte er hinzu. „Geld, das für Generatoren oder medizinische Mittel vorgesehen war, wird jetzt für die Zahlung der Lieferung verwendet.“
Infolgedessen sinken die Mengen an Hilfe, die in die Ukraine gelangen, obwohl die Nachfrage weiterhin hoch ist. Auch andere amerikanische Freiwilligenorganisationen, die die Ukraine unterstützen, äußern Besorgnis über die Kettenreaktionen dieser Situation.
Die Gruppe US Ukrainian Activists, die Schutzausrüstung und andere Hilfe für Frontsanitäter liefert, arbeitet bereits unter schwierigen logistischen Bedingungen, die mehrere Länder umfassen. Derzeit kommt die Hilfe weiterhin an, jedoch langsamer, teurer und mit zunehmender Unsicherheit.
Wie Ukrinform berichtete, haben die USA, Israel und der Iran einem zweiwöchigen gegenseitigen Waffenstillstand und der Öffnung der kommerziellen Schifffahrt in der Straße von Hormuz zugestimmt.
Foto: Shaah Shahidh auf Unsplash
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