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Charkiw unter Beschuss: Folgen der nächtlichen Angriffe

In der Nacht zum Freitag, den 3. April, wurde das Zentrum von Charkiw von der russischen Armee angegriffen, was zu erheblichen Schäden und Verletzungen führte. Die ukrainischen Behörden berichten von mehreren Vorfällen und der anhaltenden Bedrohung für die Zivilbevölkerung.

In den sozialen Medien sind Bilder der verheerenden Folgen eines brutalen Angriffs der russischen Armee auf das Zentrum von Charkiw aufgetaucht, der in der Nacht zum Freitag, den 3. April, stattfand. Dies berichtete der Staatliche Notdienst der Ukraine (DSNS).

Laut Angaben des DSNS wurde eine Person durch den Angriff eines Drohnenangriffs verletzt. Im Stadtteil Osnovjanskyj traf eine Drohne ein vierstöckiges, unbewohntes Gebäude, was zu einem Brand auf dem Dach und im obersten Stockwerk führte, der eine Fläche von etwa 320 Quadratmetern einnahm.

Die Polizei der Region Charkiw bestätigte ebenfalls die Informationen über zahlreiche Angriffe. Sie wiesen darauf hin, dass die russischen Streitkräfte in der Nacht kombinierte Angriffe auf drei Stadtteile durchführten: Osnovjanskyj, Kyjiwskyj und Schewtschenkiwskyj. Die Sicherheitskräfte präzisierten, dass im Stadtteil Osnovjanskyj ein Bürogebäude beschädigt wurde und ein 70-jähriger Wachmann Verletzungen erlitt.

Im Stadtteil Kyjiwskyj wurde laut Polizei ein Einfamilienhaus beschädigt, was dazu führte, dass eine 27-jährige Frau und ihr neugeborenes Kind eine akute Stressreaktion erlitten. Dies verdeutlicht die schweren Folgen des Angriffs für Zivilisten, die sich in der Kampfzone befanden.

Darüber hinaus wurde die Stadt am frühen Morgen von Raketenangriffen getroffen, bei denen in Mehrfamilienhäusern Fenster zerbrochen wurden. Eine 63-jährige Frau wurde mit Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert, während eine weitere 18-jährige Anwohnerin eine akute Stressreaktion erlitt. Dies unterstreicht erneut, dass Angriffe auf zivile Objekte weiterhin stattfinden und nicht nur die Infrastruktur, sondern auch das Leben der Menschen gefährden.

Im Stadtteil Schewtschenkiwskyj, wie die Sicherheitskräfte präzisierten, wurde ein Treffer im Bereich des zentralen Parks verzeichnet. An den Tatorten arbeiteten Ermittlungs- und Operativgruppen, Kriminalisten und Sprengstoffexperten, die die Angriffe untersuchten. In Bezug auf diese Verbrechen wurden strafrechtliche Ermittlungen nach Artikel 438 des Strafgesetzbuches der Ukraine eingeleitet, der sich mit Kriegsverbrechen befasst.

Frühere Berichte hatten ergeben, dass in Charkiw innerhalb von 24 Stunden mindestens 20 Treffer durch russische Drohnen verzeichnet wurden. Die Angriffe dauern bereits über einen Tag mit kurzen Intervallen, was auf eine zunehmende Intensität der Beschüsse hinweist. Am 2. April führten die Besatzer mehrere Angriffe auf Charkiw durch, und der Bürgermeister Ihor Terechow berichtete von mindestens 11 Angriffen im Stadtteil Kyjiwskyj. Er wies auch darauf hin, dass die Russen erstmals reaktive Shahed-Drohnen für die Angriffe auf Charkiw einsetzten, was zusätzliche Besorgnis unter den Bewohnern der Stadt hervorruft.

Diese Situation verdeutlicht die alarmierende Realität, mit der die Bewohner von Charkiw konfrontiert sind, die weiterhin unter der ständigen Bedrohung durch den Aggressor leben. Die Stadtverwaltung und die Sicherheitskräfte tun ihr Möglichstes, um die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten, doch die Lage bleibt angespannt.