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Erhöhung der Kaution für SBU-Beamten im Korruptionsfall

Die Berufungskammer des Höchsten Antikorruptionsgerichts hat die Kaution für Igor Briza, den stellvertretenden Leiter des SBU in der Region Riwne, auf über 3 Millionen Hrywnja erhöht, während die Berufung eines weiteren hochrangigen SBU-Beamten vertagt wurde.

In einer entscheidenden Sitzung am 1. April hat die Berufungskammer des Höchsten Antikorruptionsgerichts (ВАКС) die Kaution für Igor Briza, den stellvertretenden Leiter des Sicherheitsdienstes der Ukraine (SBU) in der Region Riwne, auf 3.328.000 Hrywnja erhöht. Dies geschah im Rahmen eines Verfahrens wegen Bestechung, während die Berufung eines anderen hochrangigen SBU-Beamten auf einen späteren Termin verschoben wurde.

Die Informationen stammen aus einer Mitteilung des ВАКС auf Facebook sowie aus einem Kommentar des Generalstaatsanwalts gegenüber der Nachrichtenagentur Ukrainska Pravda. Bei der Sitzung wurden die Berufungsschriften sowohl der Verteidigung als auch der Staatsanwaltschaft zu den Entscheidungen der Ermittlungsrichter vom 18. März bezüglich der Festlegung von Kautionsmaßnahmen für Briza und einen weiteren Verdächtigen, der als Vermittler fungierte, behandelt.

Ursprünglich hatten die Ermittlungsrichter für jeden der Verdächtigen eine Kaution in Höhe von 998.400 Hrywnja festgelegt. Laut Angaben des Generalstaatsanwalts wurde die Kaution für alle Verdächtigen bereits hinterlegt, was die rechtlichen Schritte in diesem Fall weiter vorantreibt.

Im Fall von Igor Briza entschied die Richterkammer des ВАКС, die Berufung der Verteidigung abzulehnen, während die Berufung der Staatsanwaltschaft teilweise stattgegeben wurde. Die Erhöhung der Kaution auf über 3 Millionen Hrywnja wurde damit begründet, dass die Schwere der Vorwürfe und die potenzielle Fluchtgefahr des Verdächtigen eine höhere Kaution rechtfertigen.

Für den anderen Verdächtigen, den zivilen Vermittler, blieben die Berufungsschriften sowohl der Verteidigung als auch der Staatsanwaltschaft ohne Erfolg, und die Entscheidung des Ermittlungsrichters wurde in diesem Fall ebenfalls bestätigt.

Das ВАКС stellte zudem fest, dass im Laufe des Berufungsverfahrens die Vorwürfe gegen den Vermittler geändert wurden. Anstatt wegen Beihilfe zur Erlangung unrechtmäßiger Vorteile gemäß Artikel 368 des Strafgesetzbuches der Ukraine wird ihm nun Beihilfe zum Überschreiten der Befugnisse durch einen Militärbeamten gemäß Artikel 426-1 vorgeworfen.

Zusätzlich bestätigte das Büro des Generalstaatsanwalts, dass die Berufung gegen die Kautionsentscheidung für Oleg Tokarchuk, den stellvertretenden Leiter des SBU in Kiew und der Region Kiew, ebenfalls verschoben wurde. Der erste Instanzgericht hatte für Tokarchuk ebenfalls eine Kaution in Höhe von 998.400 Hrywnja festgelegt. Der neue Termin für die Anhörung dieser Berufung wurde auf den 23. April festgelegt.

Dieser Fall wirft ein Schlaglicht auf die anhaltenden Probleme mit Korruption innerhalb der ukrainischen Sicherheitsdienste und die Bemühungen der Regierung, gegen solche Praktiken vorzugehen. Die Erhöhung der Kaution für hochrangige Beamte zeigt, dass die Justiz in der Ukraine zunehmend bereit ist, strenge Maßnahmen gegen Korruption zu ergreifen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.