Kyiv Post

Russischer Regionalleiter befiehlt Unternehmen, «Freiwillige» für die Armee unter Mitarbeitern zu finden

Ein hochrangiger, vom Kreml ernannter Beamter hat strenge Quoten für Mitarbeiter in der Industrie- und Büroregion Zentralrusslands festgelegt, um sie «freiwillig» zum Militärdienst zu bewegen. Dies geht aus einem Regierungsdekret hervor, das am Dienstag von unabhängigen Nachrichtenplattformen veröffentlicht wurde.

Ein hochrangiger, vom Kreml ernannter Beamter hat strenge Quoten für Mitarbeiter in der Industrie- und Büroregion Zentralrusslands festgelegt, um sie «freiwillig» zum Militärdienst zu bewegen. Dies geht aus einem Regierungsdekret hervor, das am Dienstag von unabhängigen Nachrichtenplattformen veröffentlicht wurde.

Das auf staatlichen Informationsplattformen veröffentlichte Dekret, unterzeichnet von Gouverneur Pawel Malkow, fordert die Direktoren sowohl staatlicher als auch privater Unternehmen in der Region Rjasan auf, geeignete Mitarbeiter zu identifizieren, die als «Kandidaten» für den Militärdienst in Frage kommen, und sie zu «überzeugen», Verträge mit der russischen Armee zu unterzeichnen.

Dieses Dekret, das am 20. März von Gouverneur Pawel Malkow unterzeichnet wurde, gilt für alle Organisationen, die Einwohner der Region Rjasan beschäftigen. Laut den von Malkow festgelegten verpflichtenden Quoten muss ein Unternehmen mit 150 bis 300 Mitarbeitern zwei «Kandidaten» für den Militärdienst benennen, ein Unternehmen mit 300 bis 500 Mitarbeitern drei Kandidaten und ein Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern fünf Kandidaten.

Diese Anordnung hat Besorgnis unter der lokalen Bevölkerung ausgelöst, da sie auf eine weitere Verschärfung der Mobilisierungsmaßnahmen im Kontext des anhaltenden Krieges in der Ukraine hinweist. Viele Einwohner der Region äußern Bedenken hinsichtlich der möglichen Folgen für ihre Familien, da der Militärdienst eine Bedrohung für ihr Leben und ihre Sicherheit darstellen könnte.

Der Hintergrund dieser Entscheidung ist die Eskalation der militärischen Auseinandersetzungen in der Ukraine, wo Russland seine Aggression fortsetzt. Die Behörden versuchen, die Reihen der Armee aufzufüllen, die erhebliche Verluste erlitten hat, und diese Entscheidung zeigt, dass der Kreml bereit ist, alle verfügbaren Ressourcen zur Unterstützung seiner militärischen Anstrengungen zu nutzen.

Dieses Dekret unterstreicht auch den zunehmenden Druck auf Unternehmen in Russland, da diese nun gezwungen sind, staatliche Aufträge zu erfüllen, die ihre Reputation und Stabilität gefährden könnten. Die Direktoren der Unternehmen stehen möglicherweise vor der schwierigen Entscheidung, zwischen der Erfüllung staatlicher Anforderungen und dem Schutz ihrer Mitarbeiter zu wählen.

Es ist erwähnenswert, dass ähnliche Initiativen bereits Empörung in der Bevölkerung ausgelöst haben, da viele der Meinung sind, dass dies die Menschenrechte und die Freiheit der Wahl verletzt. Während die Regierung versucht, die Menschen zur Dienstleistung zu motivieren, äußern immer mehr Menschen ihre Unzufriedenheit und verweigern sich der Teilnahme am Konflikt.

Somit ist die Situation in der Region Rjasan ein anschauliches Beispiel dafür, wie der Krieg verschiedene Lebensaspekte in Russland beeinflusst, einschließlich Wirtschaft, Geschäft und soziale Beziehungen. Unter dem Druck des Staates sind Unternehmen gezwungen, sich an neue Bedingungen anzupassen, die ihre Existenz gefährden könnten.