Kellogg bezeichnet NATO als 'schwach' und schlägt neuen Bündnis mit Ukraine vor
Der ehemalige US-Sonderbeauftragte für die Ukraine, der pensionierte Generalleutnant Keith Kellogg, hat einen Vorschlag zur Gründung eines neuen internationalen Verteidigungsbündnisses unterbreitet, das die Ukraine einbeziehen könnte, und kritisierte NATO scharf für ihre Ineffizienz während des Konflikts im Iran.
Der ehemalige US-Sonderbeauftragte für die Ukraine, der pensionierte Generalleutnant Keith Kellogg, hat in einer aktuellen Stellungnahme einen neuen internationalen Verteidigungsbündnis vorgeschlagen, das möglicherweise die Ukraine umfassen könnte. Dabei übte er scharfe Kritik an der NATO und deren Unfähigkeit, im Kontext des Iran-Konflikts effektiv zu handeln.
In einem Auftritt in der Sendung "Hannity" auf Fox News äußerte Kellogg seine Bedenken, dass die NATO nicht in der Lage sei, angemessen auf die wesentlichen globalen Sicherheitsherausforderungen zu reagieren. Er forderte die Vereinigten Staaten auf, ihre derzeitige Allianzstruktur zu überdenken und anzupassen.
"Die NATO erweist sich als schwach," erklärte Kellogg und fügte hinzu: "Vielleicht sollten wir ein neues NATO, eine neue Verteidigungsstruktur, ins Leben rufen." Diese Aussage verdeutlicht seine Überzeugung, dass grundlegende Veränderungen notwendig sind, um den aktuellen sicherheitspolitischen Herausforderungen gerecht zu werden.
Kellogg verwies auf Artikel 13 des Nordatlantikvertrags, der es den Mitgliedstaaten erlaubt, nach einem Jahr Kündigungsfrist aus dem Bündnis auszutreten. Dies könnte seiner Meinung nach ein möglicher Weg für notwendige Veränderungen sein.
Er skizzierte ein alternatives Bündnis, das Länder umfassen könnte, die bereit sind, eine aktivere militärische Rolle zu übernehmen. Zu den potenziellen Partnern nannte er Japan, Australien, Deutschland, Polen und die Ukraine. "Lass uns die Verteidigungsallianzen, die wir haben, neu zeichnen," sagte er und betonte, dass die Ukraine "bewiesen hat, dass sie ein guter Verbündeter ist."
Andere ehemalige Beamte aus der Trump-Ära unterstützten ebenfalls Kelloggs Kritik an der NATO, wenn auch weniger detailliert. Die ehemalige stellvertretende Sicherheitsberaterin Victoria Coates bezeichnete das Bündnis als "unbedeutend" und argumentierte, dass es versäumt habe, den größten Krieg in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg zu bewältigen.
Auch der ehemalige Außenminister Mike Pompeo äußerte Bedenken und nannte den aktuellen Zustand der NATO ein "herzzerreißendes Enttäuschung". Er forderte eine umfassendere Neubewertung der amerikanischen Allianzen und betonte die Notwendigkeit eines grundlegenden Umdenkens darüber, wie Washington seine Partner definiert und auf sie angewiesen ist.
Diese Diskussion findet vor dem Hintergrund einer sich zuspitzenden internationalen Lage statt, in der Sicherheits- und Verteidigungsfragen zunehmend an Bedeutung gewinnen. Insbesondere angesichts der Bedrohung durch Russland und anderer globaler Herausforderungen wird die Wichtigkeit militärischer Allianzen und deren Effektivität in einem neuen Licht betrachtet.
Gleichzeitig erklärte der US-Präsident Donald Trump, dass er ernsthaft in Erwägung ziehe, dass die Vereinigten Staaten aus der NATO austreten könnten, was unter den Verbündeten und Sicherheitsexperten Besorgnis auslöste.
Diese Äußerungen unterstreichen die Notwendigkeit, Sicherheitsstrategien zu überdenken, da die Welt mit neuen Herausforderungen konfrontiert ist, die von den Staaten größere Solidarität und Bereitschaft zu gemeinsamen Handlungen erfordern.