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Kaja Kallas weist Gerüchte über Konflikt mit Ursula von der Leyen zurück

Am Freitag, dem 3. April, äußerte Kaja Kallas, die hohe Vertreterin der Europäischen Union für Außen- und Sicherheitspolitik, eine wichtige Stellungnahme zu den Gerüchten über einen angeblichen Konflikt zwischen ihr und der Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen.

Am Freitag, dem 3. April, trat Kaja Kallas, die hochrangige Vertreterin der Europäischen Union für Außen- und Sicherheitspolitik, in den Fokus der Medien, als sie sich zu den Gerüchten äußerte, die einen Konflikt zwischen ihr und der Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, betrafen. In einem Interview mit dem estnischen Rundfunk ERR kommentierte Kallas die Spekulationen mit einem Scherz: „Wer liebt nicht Geschichten über weibliche Streitigkeiten?“ Diese Bemerkung sorgte für Aufsehen und ließ Raum für Interpretationen über die Beziehung zwischen den beiden Politikerinnen.

Trotz des humorvollen Ansatzes betonte Kaja Kallas, dass ihre Beziehung zu Ursula von der Leyen tatsächlich von Freundschaft geprägt ist. Sie erklärte, dass ihre Position immer mit einer gewissen institutionellen Anspannung verbunden sei, jedoch sei es ihrer Meinung nach wichtig, in Europa keine Doppelarbeit zu leisten. „Wenn etwas in einer Institution gut gemacht wird, dann soll es dort auch gemacht werden“, fügte sie hinzu und unterstrich damit die Notwendigkeit einer effizienten Zusammenarbeit innerhalb der EU.

Kallas äußerte auch die Auffassung, dass die Außenwelt Europa als eine Einheit wahrnimmt. „Außerhalb Europas werden wir als ein Europa wahrgenommen. Für die Steuerzahler sind wir ebenfalls ein Europa – niemand unterscheidet, ob etwas von der Europäischen Kommission, dem Europäischen Auswärtigen Dienst oder dem Rat der Europäischen Union stammt. Wir müssen als ein Team funktionieren“, betonte sie. Die hohe Vertreterin der EU stellte klar, dass sie gegen Doppelarbeit ist, jedoch auf persönlicher Ebene mit Ursula von der Leyen „sehr gut auskommt“.

Interessanterweise berichtete POLITICO bereits am 3. März über ein gewisses Konkurrenzverhältnis zwischen den beiden hochrangigen Politikerinnen. Dieses Konkurrenzverhältnis, so das Magazin, werde durch die Doppelung von Aufgaben und das Vorhandensein konkurrierender Machtzentren in Brüssel genährt. Als Beispiel führten die Journalisten den Konflikt zwischen den USA und Israel gegen den Iran an, der als Indikator für solch eine Rivalität diente. So hatten Ursula von der Leyen und der Präsident des Europäischen Rates, António Costa, am 28. Februar eine gemeinsame Erklärung abgegeben, als die Operation gegen das Teheraner Regime begann, doch Kaja Kallas kam ihnen zuvor, was zusätzliche Fragen zur Koordination auf hoher Ebene aufwarf.

„Die EU-Spitze reagiert parallel und nicht im Tandem“, stellte POLITICO damals fest und betonte, dass das Fehlen von Einheit zwischen den Schlüsselpersonen zu Missverständnissen und Komplikationen in der Außenpolitik der Europäischen Union führen könnte.

Die Kommentare von Kaja Kallas lassen jedoch hoffen, dass trotz der Gerüchte und Spekulationen die Zusammenarbeit zwischen den hochrangigen EU-Beamten auf einem angemessenen Niveau bleibt. Angesichts der aktuellen Herausforderungen, mit denen Europa konfrontiert ist, ist es von entscheidender Bedeutung, dass die Schlüsselpersonen zusammenarbeiten, anstatt sich gegenseitig entgegenzustehen.