Italienischer Senat diskutiert Gesetzesentwurf zur Übergabe von Fischernetzen zum Schutz der Ukraine vor russischen Drohnen
Der italienische Senat hat kürzlich einen Gesetzesentwurf vorgestellt, der darauf abzielt, einen staatlichen Mechanismus zur Übergabe nicht mehr genutzter Fischernetze zu schaffen, um die Ukraine vor den Bedrohungen durch russische Drohnen zu schützen.
Im italienischen Senat wurde vor kurzem ein Gesetzesentwurf präsentiert, der die Schaffung eines staatlichen Mechanismus zur Übergabe von nicht mehr verwendeten Fischernetzen zum Ziel hat. Diese Initiative soll dazu beitragen, die Ukraine vor den Bedrohungen durch russische Drohnen zu schützen. Der Vorschlag hat breite Unterstützung unter italienischen Politikern gefunden, darunter auch Silvia Fregolent, die aktiv an einer Veranstaltung zu diesem Thema teilnahm.
Auf einer Pressekonferenz äußerte sich auch Dmytro Schtsjukin, der Präsident des Netzwerks von Vereinigungen zur Unterstützung der Ukraine (NAU). Er betonte die Bedeutung dieses Gesetzesentwurfs für die Verteidigung der Ukraine. Der Entwurf sieht die freiwillige Übergabe von ausgemusterten Fischernetzen durch Unternehmen vor, was die Verteidigungsfähigkeit der Ukraine im Kampf gegen den Aggressor unterstützen soll.
Der Dokumententwurf enthält zentrale Punkte, die den Mechanismus zur Übergabe der Netze detailliert beschreiben. Senator Ivan Scalfarotto hob die Wichtigkeit dieser Initiative hervor und wies darauf hin, dass die kostengünstigen russischen Drohnen eine ernsthafte Bedrohung für die Sicherheit darstellen, jedoch mit Hilfe von Fischernetzen gestoppt werden können. Er betonte zudem, dass Netze eine lange Geschichte der Anwendung zum Schutz haben und ihre Verwendung in dieser Situation äußerst effektiv sein könnte.
Scalfarotto erklärte, dass der Gesetzesentwurf ein System von Anreizen für Fischereibetriebe schafft, die freiwillig ihre Netze zum Schutz vor Drohnen übergeben. Diese Unternehmen würden zudem von Vergünstigungen und der Befreiung von Entsorgungskosten profitieren, was diese Initiative für die Wirtschaft attraktiv macht.
Dmytro Schtsjukin unterstrich, dass Fischernetze eine wichtige Ressource zum Schutz der Zivilbevölkerung in der Ukraine darstellen können. Er wies auch darauf hin, dass ähnliche Maßnahmen bereits erfolgreich in der Ukraine umgesetzt werden, um die Risiken von Drohnenangriffen auf Zivilisten zu verringern.
Interessanterweise veröffentlichte die New York Times bereits im Juli 2025 einen Artikel über den Einsatz von Fischernetzen in der Ukraine zur Bekämpfung russischer Drohnen. Diese Netze werden über Straßen an der Front, an Kontrollpunkten und an Artilleriestellungen gespannt, um das Risiko von Angriffen zu verringern.
Russische Drohnen können sich in den Netzen verfangen und stecken bleiben, was eine einfache, aber effektive Gegenmaßnahme gegen die schnell fliegenden Drohnen darstellt, die Angriffe weit hinter der Frontlinie durchführen können. Das Aggressorstaat nutzt aktiv Drohnen, die nicht durch elektronische Kriegsführung beeinflussbar sind, und Netze bleiben eine der wenigen Möglichkeiten, um Drohnen zu „fangen“, bevor sie ihr Ziel erreichen.
Somit könnte die Initiative italienischer Politiker zur Übergabe von Fischernetzen zum Schutz der Ukraine vor russischen Drohnen einen wichtigen Schritt zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeit des Landes darstellen, das weiterhin gegen die Aggression Russlands kämpft.