Igor Petrow wird Präsident des fiktiven Schachtjor aus dem selbsternannten 'DNR'
Der ehemalige ukrainische Nationalspieler Igor Petrow, der über umfassende Erfahrungen im Fußball verfügt, wurde zum Präsidenten des sogenannten Fußballclubs Schachtjor ernannt, der unter den Bedingungen der selbsternannten 'DNR' agiert.
Der ehemalige Mittelfeldspieler der ukrainischen Nationalmannschaft Igor Petrow, der über umfangreiche Erfahrungen im Fußball verfügt, wurde zum Präsidenten des sogenannten Fußballclubs Schachtjor ernannt, der unter den Bedingungen der selbsternannten 'DNR' agiert. Diese Nachricht wurde auf der Website Gorlovka.ua veröffentlicht, die sich auf Nachrichten aus der Region spezialisiert hat.
Der 62-jährige Petrow, der seit 2016 den Fußballverband der selbsternannten 'DNR' leitet, hat die russische Staatsbürgerschaft erhalten, was einen weiteren Schritt in seiner Karriere im Fußball in dieser Region darstellt. Zuvor spielte er für Vereine wie den Donetsker Schachtjor, Metallurg (Donetsk) sowie für israelische Teams wie Beitar und Ironi.
Es ist erwähnenswert, dass Petrow für die ukrainische Nationalmannschaft drei Spiele absolviert hat. Sein Debüt fand am 7. September 1994 während der Qualifikation zur Euro 1996 in einem Spiel gegen Litauen statt. Dieses Spiel war bedeutend, da Petrow der erste Kapitän der ukrainischen Nationalmannschaft in offiziellen Spielen wurde, was seine Wichtigkeit in der Geschichte des ukrainischen Fußballs unterstreicht.
Nach dem Ende seiner Spielerkarriere im Jahr 1998 wechselte Petrow in die Trainerlaufbahn. Zunächst arbeitete er in der Struktur des Donetsker Schachtjor, bevor er von 2005 bis 2012 den Donetsker Olimpik leitete, was seine langanhaltende Verbundenheit mit dem Fußball in der Ukraine verdeutlicht.
Nach Beginn der russischen Besetzung von Donezk im Jahr 2014 blieb Petrow jedoch in der Stadt und begann, als Fußballfunktionär in der selbsternannten 'DNR' zu arbeiten. Diese Entscheidung wirft viele Fragen auf, da sie seine Unterstützung für das Regime, das dieses Gebiet kontrolliert, nahelegt.
Der Klon des echten Schachtjor, den Petrow leitet, spielt in der Division B der zweiten Liga Russlands. Zuvor wurde berichtet, dass das fiktive Team das Recht erhielt, an diesem Turnier teilzunehmen, nachdem es die sogenannte Liga der Gemeinschaft gewonnen hatte – einen Wettbewerb, an dem Clubs aus den besetzten Gebieten der Ukraine teilnehmen. Dies sorgt für Empörung unter ukrainischen Fans und Fußballfunktionären.
Die Heimspiele dieses Pseudoclubs finden im russischen Taganrog statt, was seine Abgeschiedenheit vom ukrainischen Fußball weiter unterstreicht. Darüber hinaus haben Vertreter der Besatzungsbehörden Pläne angekündigt, eine Trainingsbasis für das Team in Abchasien zu schaffen, was ihre Ambitionen zeigt, dieses Projekt weiterzuentwickeln.
Neben Schachtjor tritt in Russland auch das fiktive Team Zorya auf, was das Problem der Integration fiktiver Clubs in den russischen Fußball weiter verdeutlicht. Zuvor hatte die Ukraine UEFA bezüglich dieser Situation kontaktiert und Besorgnis über die Integration der fiktiven Teams Schachtjor und Zorya in den russischen Fußball geäußert. Diese Handlungen sorgen nicht nur in der Ukraine, sondern auch auf internationaler Ebene für Besorgnis, da sie die Integrität der Fußballwettbewerbe gefährden.