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Guanacos kehren in den argentinischen Park El Impenetrable zurück: Ein neuer Schritt für die Tierwelt des Gran Chaco

Nach 110 Jahren des Vergessens kehren die beeindruckenden Guanacos endlich in den argentinischen Park El Impenetrable zurück. Dieses historische Ereignis stellt einen bedeutenden Durchbruch für die Tierwelt der Region Gran Chaco dar.

Guanacos, diese beeindruckenden Huftiere, sind nach 110 Jahren des völligen Vergessens endlich in den argentinischen Park El Impenetrable zurückgekehrt. Dieser historische Moment stellt einen bedeutenden Durchbruch für die Tierwelt der Region Gran Chaco dar, denn die Rückkehr der Guanacos nicht nur die Art wiederherstellt, sondern auch zur Wiederherstellung kritischer biologischer Prozesse beiträgt, die zu Beginn des letzten Jahrhunderts aufgrund von Massentierjagd und der Ausweitung landwirtschaftlicher Flächen unterbrochen wurden, wie das Magazin Eco News berichtet.

Die Operation zur Rückkehr der Guanacos geht als die längste landgestützte Translokation von Fauna in die Geschichte ein. Die Tiere wurden über 3200 Kilometer aus den patagonischen Steppen transportiert, was eine sorgfältige Planung und Vorbereitung erforderte. Die Vorbereitungen für den Umzug dauerten Jahre und erinnerten an eine komplexe logistische Spezialoperation, da Experten von Rewilding Argentina und der Freyja-Stiftung eine gründliche genetische Auswahl und veterinärmedizinische Untersuchung der Population in Patagonien durchführten, um sicherzustellen, dass die Tiere die Reise durch mehrere Klimazonen überstehen würden.

Nach ihrer Ankunft im Park El Impenetrable wurden die Guanacos nicht sofort in die Freiheit entlassen. Sie durchliefen eine mehrmonatige Anpassungsphase in großen Gehegen, die es ihnen ermöglichte, sich an die neuen Bedingungen zu gewöhnen. Das Erscheinen der ersten Nachkommen in diesen Gehegen war ein wichtiges Signal für Wissenschaftler: Die umgesiedelten Tiere hatten sich erfolgreich an ihrem neuen Standort etabliert, was auf ihre Anpassungsfähigkeit und Gesundheit hinweist.

Ökologisch gesehen spielen Guanacos die Rolle eines „lebenden Landschaftsmanagementsystems“. Diese Tiere fungieren als natürliche Brandverhinderer im trockenen Klima des Chaco, indem sie systematisch die trockene Biomasse abweiden, die im Sommer zu gefährlichem Brennstoff werden kann. Auf diese Weise helfen Guanacos, das Risiko von Waldbränden zu verringern, was ein wichtiger Aspekt für den Erhalt des Ökosystems ist.

Darüber hinaus sind Guanacos eine Art „Saatgutverbreiter“ auf Hufen. Indem sie große Entfernungen zurücklegen, verbreiten sie die Samen lokaler Pflanzen, was zur Wiederherstellung der Vegetation und zur Düngung des erschöpften Bodens beiträgt. Dieser Prozess ist entscheidend für die Erhaltung der Biodiversität und die Gesundheit des Ökosystems des Parks.

Die Rückkehr der Guanacos ist ein zentrales Element eines großen ökologischen Puzzles im El Impenetrable, wo bereits die Populationen anderer Arten wie Jaguare, Riesenotter und Schildkröten wiederhergestellt werden. In diesem komplexen System nehmen Guanacos eine strategische Position in der mittleren Nahrungskette ein. Sie werden zur Hauptbeute für große Raubtiere und unterstützen gleichzeitig die Populationen von Aasfressern, was für die Gesundheit des Ökosystems wichtig ist.

Ohne dieses Glied wäre das Ökosystem des Parks zerbrochen und zu anfällig für externe Veränderungen geblieben. Die Wiederherstellung der Guanacos ist nicht nur die Rückkehr einer Art, sondern auch ein wichtiger Schritt zur Wiederherstellung der Integrität und Stabilität des Ökosystems der Region Gran Chaco, was neue Möglichkeiten für den Erhalt und die Entwicklung der Tierwelt eröffnet.