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Vorsitzender des Bildungsausschusses sieht Bedrohungen für Hochschulen, wenn Gehaltserhöhung für Lehrkräfte nicht gelöst wird

Serhij Babak, der Vorsitzende des Bildungsausschusses der Werchowna Rada, äußert ernsthafte Bedenken hinsichtlich der Finanzierung von Gehaltserhöhungen für Hochschullehrer. Ohne eine Lösung drohen Kürzungen im Lehrpersonal oder gar die Schließung einzelner Hochschulen.

Serhij Babak, der Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, Wissenschaft und Innovation der Werchowna Rada, hat seine Besorgnis über die aktuelle Situation bezüglich der Finanzierung von Gehaltserhöhungen für Lehrkräfte an Hochschulen geäußert. Er warnte, dass, sollte dieses Problem nicht zeitnah gelöst werden, dies zu einer Reduzierung des Lehrpersonals oder sogar zur Schließung einzelner Hochschulen führen könnte.

In einer Sitzung des Ausschusses wurde die Entwicklung eines neuen Modells zur Vergütung von wissenschaftlichen und pädagogischen Mitarbeitern erörtert. Babak wies darauf hin, dass die Gehälter der wissenschaftlichen und pädagogischen Mitarbeiter bereits seit Beginn des Jahres um 30 Prozent bis zum Jahr 2025 erhöht wurden. Dennoch betonte er, dass die derzeitige Lage als kritisch einzustufen sei, da das Budgetprogramm für diese Gehaltserhöhung noch nicht genehmigt wurde.

Der Ausschussvorsitzende erklärte weiter, dass das Ministerium für Bildung und Wissenschaft (MОН) sowie das Ministerium für Finanzen (Мінфін) seit drei Monaten versuchen, die Ausgaben bis zum Ende des Jahres im Rahmen des allgemeinen Staatshaushalts zu optimieren, während die Universitäten gezwungen sind, ihre speziellen Fonds zu erschöpfen. Dies wirft ernsthafte Bedenken hinsichtlich der finanziellen Stabilität der Hochschulen auf.

Babak erinnerte zudem daran, dass für den 1. September eine weitere Gehaltserhöhung von 20 Prozent geplant ist. Er betonte die Dringlichkeit, dieses Thema umgehend zu klären, da die Folgen katastrophal sein könnten. "Wenn die Situation nicht geregelt wird, kann dies entweder zu einer Reduzierung des Lehrpersonals führen oder es besteht das Risiko, dass einzelne Einrichtungen geschlossen werden", erklärte er in einer Mitteilung über seinen Telegram-Kanal.

Ein weiterer wichtiger Aspekt, den Babak hervorhob, ist, dass die Gehaltserhöhungen für wissenschaftliche Mitarbeiter auf den Ergebnissen der Akkreditierung von Forschungseinrichtungen basieren. "Eine höhere Akkreditierungskategorie bedeutet ein höheres Gehalt. Wir werden die Ergebnisse abwarten und dann entsprechende Schlüsse ziehen", fügte er hinzu.

Der Vorsitzende des Ausschusses betonte auch, dass das Ministerium für Bildung und Wissenschaft bis zum 22. April dem Ausschuss ein abgestimmtes Konzept für ein neues Vergütungsmodell mit Vorschlägen zur Bewältigung dieser Herausforderungen vorlegen muss. "Ohne eine systematische Überarbeitung der Vergütung kann man nicht von wettbewerbsfähiger Wissenschaft und qualitativ hochwertiger Hochschulbildung sprechen", schloss Babak und unterstrich die Dringlichkeit der Situation in der ukrainischen Bildung.