Litauens Gesundheitsministerin verspricht, ihren Stellvertreter nach Ukraine zu entsenden, der nicht sagen konnte, zu wem die Krim gehört
Die litauische Gesundheitsministerin Maria Jakubauskene hat angekündigt, dass ihr neuer Stellvertreter Arnomedas Galdiakas nach Ukraine geschickt wird. Dies folgt auf die negative öffentliche Reaktion auf seine Aussagen zum Status der Krim.
Die litauische Gesundheitsministerin Maria Jakubauskene hat in einer aktuellen Stellungnahme versichert, dass ihr neu ernannter Stellvertreter Arnomedas Galdiakas in naher Zukunft nach Ukraine entsandt wird. Diese Entscheidung ist eine direkte Reaktion auf die kritischen Äußerungen, die Galdiakas in einem Interview mit dem litauischen Fernsehsender LRT gemacht hat, wo er sich nicht klar dazu äußern konnte, dass die Krim Teil der Ukraine ist. Laut Berichten des litauischen Fernsehsenders LRT und des ukrainischen Mediums 'Europäische Wahrheit' hat die öffentliche Empörung über seine Aussagen zu dieser geopolitisch sensiblen Frage zu dieser Maßnahme geführt.
Galdiakas geriet unter Beschuss, nachdem er in einem Interview auf die Frage nach der Zugehörigkeit der Krim nicht eindeutig antworten konnte. Auf die direkte Frage eines Journalisten, zu wem die Krim gehöre, antwortete er: 'Ich weiß nicht, wem die Krim gehört, was ist das Ziel dieser Frage?' Als der Journalist nachhakte, gab Galdiakas schließlich nach und sagte: 'In Ordnung, dann gehört sie der Ukraine.' Diese Unsicherheit in seiner Antwort hat in Litauen, wo die Frage der Krim traditionell als wichtiger Indikator für die Haltung einer Person zur russischen Aggression gilt, für große Verärgerung gesorgt.
Arnomedas Galdiakas wurde am 16. März 2023 zum stellvertretenden Gesundheitsminister Litauens ernannt. Seine Ernennung war das Ergebnis der politischen Aktivitäten der populistischen Partei 'Stern von Neman', zu der er gehört. Die Äußerungen von Galdiakas haben unter den litauischen Bürgern Empörung ausgelöst, da die Frage der Krim als entscheidendes Element zur Bewertung der politischen Position einer Person in Zeiten russischer Aggression angesehen wird.
In Reaktion auf die Kontroversen erklärte Jakubauskene am Mittwoch gegenüber Journalisten: 'Wir werden unseren stellvertretenden Minister nach Ukraine entsenden. Ich habe ihm bereits gestern gesagt, dass er fahren muss.' Die Ministerin gab jedoch keine genauen Informationen darüber, wann Galdiakas nach Ukraine reisen wird und welche spezifischen Aufgaben er in seiner neuen Position übernehmen wird.
Dieser Vorfall erinnert an die Ereignisse des vergangenen Jahres, als der litauische Kulturminister Ignas Adomavicius ebenfalls gezwungen war, zurückzutreten, weil er nicht klar auf die Frage nach der Zugehörigkeit der Krim antworten konnte. Damals hatte er die Journalistin, die ihm diese Frage stellte, der Provokation beschuldigt.
Die Situation rund um Galdiakas und seine Kommentare verdeutlicht, wie wichtig die Krim-Frage für die litauische Gesellschaft und die politischen Akteure ist. Litauen, als eines der baltischen Länder, unterstützt aktiv die Ukraine in ihrem Kampf gegen die russische Aggression, und die Frage der territorialen Integrität der Ukraine ist von äußerster Bedeutung für die litauische Politik.
Die Entsendung von Galdiakas nach Ukraine könnte somit ein Versuch der litauischen Regierung sein, ihre klare Position zur Unterstützung der Ukraine und zur Verurteilung der russischen Aggression zu demonstrieren. Dies könnte auch eine Lektion für andere Politiker sein, die möglicherweise für ihre Unklarheit in Fragen der internationalen Politik und der territorialen Integrität ihrer Nachbarn kritisiert werden.
Litauen bleibt ein wichtiger Verbündeter der Ukraine im Kampf um Unabhängigkeit und territoriale Integrität, und solche Vorfälle unterstreichen nur die Notwendigkeit einer klaren und eindeutigen Position in den Beziehungen zu einem Aggressor.