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Gerasimjuk: Der Mord an Viktoria Roschtschyna ist ein Signal Russlands an alle Journalisten der Welt

Während einer Diskussionsrunde bei Ukrinform äußerte die Vorsitzende der Nationalen Rundfunk- und Fernsehkette der Ukraine, Olga Gerasimjuk, ihre Meinung zum Mord an der Journalistin Viktoria Roschtschyna und bezeichnete diesen tragischen Vorfall als klares Signal von Russland an alle Journalisten weltweit.

Bei einer Diskussionsrunde im Nachrichtenbüro Ukrinform hat Olga Gerasimjuk, die Vorsitzende der Nationalen Rundfunk- und Fernsehkette der Ukraine, ihre Besorgnis über den Mord an der Journalistin Viktoria Roschtschyna geäußert. Sie betonte, dass dieser tragische Vorfall ein deutliches Signal von Russland an alle Journalisten in der Welt darstellt. Gerasimjuk wies darauf hin, dass das Büro des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte zahlreiche Fälle von Verfolgung durch Russland dokumentiert hat, insbesondere gegen diejenigen, die als Gegner der Besatzung angesehen werden, wobei Journalisten zu den ersten Zielen zählen.

Gerasimjuk machte deutlich, dass Journalistinnen nicht nur physischer, sondern auch psychologischer Folter, sexuellem Missbrauch, der mit dem Konflikt verbunden ist, sowie Isolation und dem Entzug medizinischer Hilfe ausgesetzt sind. Sie hob hervor, dass das grausame Verbrechen an Viktoria Roschtschyna zu einem schrecklichen Symbol dieser Verbrechen geworden ist und dass dies eine Botschaft Russlands an jede Journalistin und jeden Journalisten ist, nicht nur in der Ukraine, sondern an alle, die es wagen, die Wahrheit in den besetzten Gebieten zu suchen.

Die Vorsitzende der Nationalen Rundfunk- und Fernsehkette betonte auch, dass die Ukraine auf der 70. Sitzung der UN-Kommission zur Lage der Frauen die internationale Gemeinschaft aufgefordert hat, eine Untersuchung dieses Mordes einzuleiten. Sie unterstrich, dass es wichtig ist, dass die internationale Gemeinschaft solche Verbrechen nicht ignoriert, da sie nicht nur die Ukraine betreffen, sondern auch die allgemeine Sicherheit von Journalisten weltweit.

Laut Gerasimjuk hat Russland, basierend auf den Daten des Instituts für Massenkommunikation, über 900 Verbrechen gegen Journalisten begangen, und seit Beginn des großangelegten Krieges sind 125 Medienschaffende ums Leben gekommen. Diese Zahlen verdeutlichen die ernsthafte Bedrohung, der Journalisten ausgesetzt sind, insbesondere in Kriegszeiten, in denen ihre Rolle als Zeugen der Ereignisse noch kritischer wird.

Olga Gerasimjuk wies außerdem darauf hin, dass derzeit etwa 16.000 Zivilisten illegal von Russland in den besetzten Gebieten festgehalten werden. Sie betonte, dass Journalisten in dieser schrecklichen Pyramide nur die sichtbare Spitze sind, da über sie zumindest ein wenig gesprochen wird, aber nicht genug. Journalisten werden zu einem Symbol dessen, wogegen dieser Terror gerichtet ist – gegen das Gedächtnis, die Zeugenaussagen und die Wahrheit.

Gerasimjuk hob hervor, dass mindestens 30 Journalisten, von denen bekannt ist, derzeit von Russland inhaftiert sind, und dass diese Verbrechen nicht aufhören. Sie forderte von der internationalen Gemeinschaft aktives Handeln, um auf diese Menschenrechtsverletzungen aufmerksam zu machen und Journalisten zu unterstützen, die ihr Leben für die Wahrheit riskieren.

Es sei daran erinnert, dass am 27. März 2026 der bekannte Kameramann des Nachrichtendienstes (TSN) und Soldat Jewgenij Soloweij an der Front ums Leben kam. Dieser Vorfall unterstreicht erneut die Gefahren, denen Journalisten im Krieg ausgesetzt sind.

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