Gennadij Truchanow erhält über 545.000 Hrywnja Entschädigung für nicht genommenen Urlaub nach seiner Entlassung
Der ehemalige Bürgermeister von Odessa, Gennadij Truchanow, hat eine Zahlung von über 545.000 Hrywnja als Entschädigung für nicht genommenen Urlaub nach seiner Entlassung erhalten. Diese Informationen wurden durch die Deklaration von Truchanow bekannt, die von der Publikation Slidstvo.Info erhalten wurde.
Der ehemalige Bürgermeister von Odessa, Gennadij Truchanow, hat eine Zahlung in Höhe von über 545.000 Hrywnja als Entschädigung für nicht genommenen Urlaub nach seiner Entlassung erhalten. Diese Informationen wurden durch die Deklaration von Truchanow bekannt, die von der Publikation Slidstvo.Info erhalten wurde.
Gemäß dem Dokument erhielt Truchanow am 7. November 2025 eine Summe von 545.248 Hrywnja, die formell als Gehalt angegeben wurde, jedoch tatsächlich als Entschädigung für nicht genommenen Urlaub zu verstehen ist. Diese Zahlung deckt 324 Kalendertage Urlaub ab, die Truchanow von 2017 bis 2025 angesammelt hat.
In der Odessaer Stadtverwaltung bestätigten Journalisten, dass die Zahlung auf der Grundlage einer Verfügung des Bürgermeisters vom 6. November 2025 erfolgte, die sich auf die Durchführung der endgültigen Abrechnung bezog.
In Truchanows Deklaration wird ebenfalls angegeben, dass er im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Oktober 2025 etwa 1,19 Millionen Hrywnja erhalten hat. Die Gesamtsumme der Zahlungen für seine Arbeit im Jahr 2025 belief sich auf über 1,7 Millionen Hrywnja, was einige Fragen zur Finanzpolitik in der Odessaer Stadtverwaltung aufwarf.
Am 14. Oktober 2025 gab der Sicherheitsdienst der Ukraine (SBU) bekannt, dass Gennadij Truchanow die ukrainische Staatsbürgerschaft entzogen wurde. Der Präsident der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj, betonte, dass der SBU ausreichende Beweise vorliegen, die belegen, dass der ehemalige Bürgermeister von Odessa die russische Staatsbürgerschaft besitzt, was seine Situation weiter kompliziert.
Am 29. Oktober erhielten Truchanow sowie Beamte der Odessaer Stadtverwaltung und des kommunalen Unternehmens Verdachtsmomente wegen Dienstpflichtverletzung. Dies war die Folge einer Tragödie, die sich am 30. September ereignete, als aufgrund starker Regenfälle neun Menschen starben, darunter eine Familie mit einem Kind. Es stellte sich heraus, dass das Entwässerungssystem von Odessa nicht auf das Unwetter vorbereitet war, was bei den Stadtbewohnern Empörung auslöste.
Am 31. Oktober beschloss das Gericht eine Maßnahme zur Verhinderung für Truchanow, und am 4. November legte er Berufung gegen die Entscheidung des Pechersk-Bezirksgerichts in Kiew ein, das ihm Hausarrest auferlegt hatte. Dieser Schritt löste Diskussionen in der Gesellschaft aus, da viele der Meinung sind, dass solche Maßnahmen im Falle von Beamten strenger sein sollten.
Am 18. November wurde für Truchanow eine Kaution in einem Fall wegen Beteiligung an einer kriminellen Organisation und illegaler Aneignung von Gemeindeland hinterlegt, was seiner Angelegenheit neue Nuancen hinzufügte. Am 21. Januar 2026 hob das Pechersk-Bezirksgericht in Kiew den Hausarrest für Truchanow auf und setzte ihm eine Maßnahme in Form einer persönlichen Verpflichtung an, was eine neue Welle von Diskussionen in den Medien und in der Gesellschaft auslöste.
Somit bleibt die Situation um Gennadij Truchanow angespannt, und seine Zahlung der Entschädigung für nicht genommenen Urlaub unterstreicht nur die Komplexität seiner finanziellen und rechtlichen Angelegenheiten, die einer detaillierten Untersuchung bedürfen.