Frankreich plant, seine Raketen- und Drohnenbestände bis 2030 um 400 Prozent zu erhöhen – Medienberichte
Frankreich hat angekündigt, seine Bestände an Raketen und Drohnen bis 2030 um 400 Prozent zu steigern und dafür 8,5 Milliarden Euro bereitzustellen. Dies geht aus einem Bericht des Financial Times hervor, der einen neuen Gesetzentwurf zur militärischen Planung analysiert.
Frankreich plant, seine Bestände an Raketen und Drohnen bis zum Jahr 2030 um beeindruckende 400 Prozent zu erhöhen. Für diese ehrgeizigen Ziele hat die französische Regierung 8,5 Milliarden Euro eingeplant. Diese Informationen wurden durch einen Bericht des Financial Times bekannt, der sich mit einem neuen Gesetzentwurf zur militärischen Planung befasst, der darauf abzielt, die Verteidigungsfähigkeiten des Landes zu stärken.
Gemäß dem Gesetzentwurf werden die Verteidigungsausgaben Frankreichs bis 2027 auf 63,3 Milliarden Euro steigen, gefolgt von 68,3 Milliarden Euro im Jahr 2028, 72,8 Milliarden Euro im Jahr 2029 und schließlich 76,3 Milliarden Euro im Jahr 2030. Diese Zahlen belegen die ernsthaften Absichten der Regierung, die militärische Stärke des Landes zu modernisieren und auszubauen, als Reaktion auf die wachsenden globalen Bedrohungen.
Ein zentrales Ziel des neuen Plans ist die signifikante Erhöhung der Bestände an sogenannten Kamikaze-Drohnen, auch als loitering munitions bekannt, um 400 Prozent. Darüber hinaus ist eine Steigerung der Bestände an gelenkten Bomben vom Typ AASM Hammer, die von der Firma Safran produziert werden, um 240 Prozent vorgesehen. Auch die Raketen Aster und Mica, hergestellt von der Firma MBDA, sollen um 30 Prozent erhöht werden. Diese Maßnahmen zeigen, dass die französische Armee bestrebt ist, sich an die neuen Bedingungen moderner Kriegsführung anzupassen, in denen Drohnen und präzisionsgelenkte Munition eine zunehmend wichtige Rolle spielen.
Es ist wichtig zu betonen, dass der Gesetzentwurf keine Erhöhung der Truppenstärke oder den Kauf zusätzlicher Dassault Rafale-Kampfjets und Fregatten vorsieht. Allerdings wird die Möglichkeit der Entwicklung eines neuen Panzers in Betracht gezogen, der die veralteten Modelle Leclerc ersetzen soll. Dies unterstreicht Frankreichs Bestreben nach Innovation und Modernisierung seiner gepanzerten Fahrzeuge, die einen wesentlichen Bestandteil der modernen Militärstrategie darstellen.
Darüber hinaus wird die Eurodrone-Programm, das Frankreich gemeinsam mit Deutschland, Italien und Spanien umsetzt, nicht im Rahmen dieses Gesetzentwurfs finanziert. Dies könnte Fragen zur zukünftigen Entwicklung von Drohnentechnologien in Frankreich aufwerfen, insbesondere angesichts der Bedeutung von Drohnen in modernen Konflikten.
Nach Informationen, die nach dem Beginn des großangelegten russischen Übergriffs auf die Ukraine im Jahr 2022 veröffentlicht wurden, haben die meisten europäischen Länder begonnen, ihre Verteidigungsfähigkeiten aktiv auszubauen und Milliarden Euro in Rüstungen zu investieren. Dies deutet auf einen Wandel in den Ansätzen zur nationalen Sicherheit in Europa hin, wo die Länder versuchen, sich an die neuen Herausforderungen und Bedrohungen anzupassen, die in der modernen Welt entstehen.