Finnland beantragt bei der Europäischen Kommission zusätzliche 35 Millionen Euro im Kampf gegen Drohnen
Finnland hat beschlossen, bei der Europäischen Kommission zusätzliche 35 Millionen Euro zur Bekämpfung von Drohnen anzufordern. Diese Entscheidung wurde am Donnerstag vom ministeriellen Ausschuss für Wirtschaftspolitik getroffen und unterstreicht die Ernsthaftigkeit der Situation mit unbemannten Luftfahrzeugen an der östlichen Grenze des Landes.
Finnland hat, wie von Ukrinform berichtet, die Entscheidung getroffen, bei der Europäischen Kommission um zusätzliche 35 Millionen Euro zu bitten, um gegen die Bedrohung durch Drohnen vorzugehen. Diese Maßnahme wurde am Donnerstag von dem ministeriellen Ausschuss für Wirtschaftspolitik beschlossen und verdeutlicht die Dringlichkeit der Situation mit unbemannten Luftfahrzeugen, insbesondere an der östlichen Grenze des Landes.
Die beantragten Mittel sollen für den Erwerb moderner Systeme zur Erkennung und Neutralisierung von Drohnen verwendet werden. Dies stellt einen wesentlichen Schritt zur Gewährleistung der Sicherheit Finnlands dar. Die Hauptbeschaffungen sind für den Zeitraum von 2027 bis 2029 geplant, wobei die Finanzierung durch die Europäische Union 90 % der Kosten für diese Systeme abdecken wird.
Das finnische Innenministerium hat betont, dass das Land durch die neuen Systeme seine Fähigkeiten zur Kontrolle von Drohnen erheblich verbessern kann, insbesondere an der östlichen Grenze und in der Finnischen Bucht. Dies ist ein wichtiger Aspekt zur Sicherstellung der nationalen Sicherheit, insbesondere angesichts der zunehmenden Spannungen in der Region.
Finnland beantragt die zusätzlichen Mittel im Rahmen des Instruments für finanzielle Unterstützung der Grenzsicherheit und der Visapolitik der EU. Dies zeigt die aktiven Bemühungen des Landes, seine Grenzschutzkapazitäten zu stärken und die Sicherheit angesichts der modernen Herausforderungen zu gewährleisten.
Es ist erwähnenswert, dass der ukrainische Außenminister Andrij Sybiga kürzlich mitteilte, dass die ukrainische Geheimdiensteinheit Informationen darüber hat, dass Russland gezielt Drohnen in Richtung der baltischen Staaten und Finnland ablenkt. Dies könnte auf Versuche hindeuten, solche Vorfälle für Informationsprovokationen zu nutzen, was die Bedeutung der Kontrolle über unbemannte Luftfahrzeuge unterstreicht.
Am 29. März wurden im Südosten Finnlands zwei Drohnenabstürze registriert. Die Herkunft einer der Drohnen blieb unbekannt, jedoch bestätigten die Behörden, dass die zweite Drohne ukrainisch ist. Dies führte zu Besorgnis unter finnischen Beamten und wurde zum Anlass für weitere Ermittlungen.
Das ukrainische Außenministerium erklärte später, dass die ukrainischen Drohnen in keinem Fall in Richtung Finnland gelenkt wurden. Die Ukraine hat bereits alle erforderlichen Informationen an die finnische Seite übermittelt, um die Umstände des Absturzes der unbemannten Luftfahrzeuge zu klären, und entschuldigte sich für den Vorfall, was die Bereitschaft zur Zusammenarbeit und Transparenz bei der Lösung solcher Situationen zeigt.
Insgesamt arbeitet Finnland aktiv daran, seine Sicherheitssysteme als Reaktion auf die modernen Herausforderungen im Zusammenhang mit Drohnen zu verbessern und setzt die Zusammenarbeit mit der Europäischen Union fort, um Stabilität und Sicherheit in der Region zu gewährleisten.