Anthony Joshua spricht über das Training mit Oleksandr Usyk
Der ehemalige Schwergewichts-Weltmeister Anthony Joshua hat neue Details über sein Training mit dem ukrainischen Boxer Oleksandr Usyk enthüllt. Laut Joshua liegt der Fokus ihrer Zusammenarbeit nicht auf dem Wettkampf, sondern auf gegenseitiger Unterstützung und Entwicklung.
Anthony Joshua, der ehemalige Weltmeister im Schwergewicht, hat in einem aktuellen Interview interessante Einblicke in sein Training mit dem ukrainischen Boxer Oleksandr Usyk gegeben. Der britische Boxer betont, dass ihre Zusammenarbeit im Training nicht auf Konkurrenz ausgelegt ist. Vielmehr konzentrieren sich beide Athleten darauf, sich gegenseitig zu unterstützen, was sich positiv auf ihre berufliche Entwicklung auswirkt.
„Es wäre unklug zu behaupten, dass ich besser bin als er. Natürlich könnte ich in einem zukünftigen Kampf gewinnen, aber im Moment ist er besser als ich. Das muss man ihm zugestehen“, erklärte Joshua und unterstrich damit seinen Respekt gegenüber Usyk, der ihn bereits zweimal im Ring besiegt hat. Joshua fügte hinzu, dass seine Entscheidung, mit jemandem zu trainieren, der ihn besiegt hat, seine Bereitschaft zeigt, zu lernen und sich weiterzuentwickeln.
Joshua betonte auch, dass es in ihrem Sport wichtig sei, Bescheidenheit zu bewahren und offen für neue Ansätze zu sein. „Was hat mich dazu gebracht, die Bescheidenheit an erste Stelle zu setzen und mit jemandem zu trainieren, der mich zweimal besiegt hat, und bereit zu sein, ihn mich trainieren zu lassen und seinen Ansatz zu zeigen?“ fragte er rhetorisch und hob hervor, dass es im Boxen nicht nur um den Wettkampf, sondern auch um das Lernen voneinander geht.
„In unserem Sport ist es nicht so, dass ich ihn nicht mag, aber wir konkurrieren einfach miteinander. Ich bin eine sehr, sehr wettbewerbsorientierte Person. Als das in den Hintergrund trat, haben wir beschlossen: Lass uns einfach unsere Energie ins Training stecken und uns gegenseitig im Gym unterstützen“, fügte Joshua hinzu und erklärte, wie sie es geschafft haben, ihre Rivalität zu überwinden und sich auf gemeinsame Ziele zu konzentrieren.
Er merkte an, dass sie während des Trainings nicht immer zusammenarbeiten, aber die bloße Anwesenheit des anderen im Gym eine besondere Atmosphäre schafft. „Selbst in kleinen Dingen: Wir machen nicht alles zusammen – zum Beispiel schlägt er nicht auf den Sandsack, während ich schlage, oder umgekehrt. Aber die Anwesenheit in einem solchen Umfeld – wenn zwei fleißige und sehr wettbewerbsfähige Menschen da sind – gibt dir diese Energie“, berichtete Joshua und betonte die Bedeutung von Unterstützung und gegenseitiger Hilfe.
Vor kurzem besuchte Joshua zum ersten Mal die Ukraine, nachdem er auf Einladung von Usyk nach Kiew gereist war. Dieser Besuch stellte ein wichtiges Ereignis für beide Boxer dar, da sie die Möglichkeit hatten, Erfahrungen und Eindrücke auszutauschen. Nach seinem Besuch teilte Joshua seine Eindrücke mit und betonte, dass die Ukraine einen großen Eindruck auf ihn gemacht hat. Zudem richtete er eine Botschaft an die ukrainischen Fans und sprach ihnen seine Unterstützung aus.
Es ist erwähnenswert, dass Usyk und Joshua bereits zweimal auf professioneller Ebene gegeneinander angetreten sind. Der erste Kampf fand im September 2021 in London statt, wo Oleksandr den Sieg errang und zum ersten Mal Weltmeister im Schwergewicht wurde. Der Rückkampf, der im August 2022 in Saudi-Arabien stattfand, endete ebenfalls zugunsten von Usyk, was seinen Status in der Boxwelt weiter festigte. Zuvor hatte Deontay Wilder Joshua nach seinem Sieg über Chisora herausgefordert, was die Aktivität und Spannung in der Welt des Profiboxens unterstreicht.