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J.D. Vance, Vizepräsident der USA, trifft in Budapest ein und kritisiert Einmischung aus Brüssel

Am 7. April 2023 traf J.D. Vance, der Vizepräsident der Vereinigten Staaten, in Budapest ein, wo sein Besuch im Vorfeld der wichtigen Parlamentswahlen am 12. April stattfand. Vance äußerte sich empört über die Einmischung aus Brüssel, die er als "schlechtes Beispiel" für ausländische Intervention bezeichnete.

Am 7. April 2023 traf J.D. Vance, der Vizepräsident der Vereinigten Staaten, in Budapest ein, wo sein Besuch im Vorfeld der wichtigen Parlamentswahlen am 12. April stattfand. Vance äußerte sich empört über die Einmischung aus Brüssel, die er als "schlechtes Beispiel" für ausländische Intervention bezeichnete. Diese Äußerungen wurden von dem ungarischen Medium Telex berichtet.

Vance betonte, dass die "Bürokraten in Brüssel" versucht hätten, Einfluss auf die Wahlen zu nehmen, insbesondere durch Preiserhöhungen, die seiner Meinung nach inakzeptabel sind. Während seines Treffens mit dem ungarischen Premierminister Viktor Orbán hätten sie jedoch nicht über den Wahlkampf gesprochen, sondern sich auf Themen konzentriert, die das Wohlergehen des Landes betreffen.

Der Vizepräsident der USA fügte hinzu, dass sein Besuch in Ungarn auf Initiative von Präsident Donald Trump zurückgehe, der die Aktionen der "Brüsseler Bürokratie" als empörend empfindet. "Ich bin hier auch, weil Viktor ein Staatsmann ist", betonte Vance und hob die Bedeutung der Unterstützung Orbáns in dieser schwierigen Zeit hervor.

Vance stellte zudem fest, dass sowohl Orbán als auch Trump viel zur Beendigung des Krieges zwischen Russland und der Ukraine beigetragen haben. Er äußerte die Meinung, dass "Ihre Führung in Bezug auf Frieden viel konstruktiver ist als die Führung vieler anderer Länder" und unterstrich damit die Bedeutung der ungarischen Führung in internationalen Angelegenheiten.

Der Besuch von Vance in Budapest wird von seiner Teilnahme an einer Veranstaltung begleitet, die Orbán anlässlich des Tages der ungarisch-amerikanischen Freundschaft organisiert. Zuvor planen die beiden Politiker eine gemeinsame Pressekonferenz, auf der sie die bilateralen Beziehungen und die Unterstützung, die die USA Ungarn gewähren, erörtern werden.

Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, dass Vances Reise darauf abzielt, Orbán zu unterstützen, der laut den meisten Umfragen hinter seinem Herausforderer bei den Wahlen zurückliegt. Dies unterstreicht die Bedeutung externer Unterstützung für den ungarischen Premierminister in einem politischen Wettbewerb.

Darüber hinaus ist zu beachten, dass Trump am 25. März öffentlich seine "vollständige Unterstützung" für Orbán bekundete und die Ungarn aufforderte, für ihn bei den Parlamentswahlen zu stimmen. Diese Unterstützung könnte erhebliche Auswirkungen auf die Wahlergebnisse haben, da die oppositionelle Partei Tisza laut Umfragen ihren Vorsprung gegenüber Orbáns regierender Fidesz-Partei vor der Abstimmung ausbauen konnte.

Somit unterstreicht der Besuch von J.D. Vance in Budapest nicht nur die Bedeutung der ungarisch-amerikanischen Beziehungen, sondern spiegelt auch die Spannungen im politischen Klima des Landes wider, in dem die Wahlen entscheidend für die zukünftige Entwicklung Ungarns sein könnten.