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Djamala spricht über ihr Treffen mit Joe Biden und ihr Jahr 2023

Die ukrainische Sängerin Djamala, bekannt durch ihren Sieg beim Eurovision Song Contest, reflektiert über ihr Jahr 2023 und teilt ihre Erfahrungen aus einem bedeutenden Treffen mit dem US-Präsidenten Joe Biden während ihres Besuchs in den Vereinigten Staaten.

Die ukrainische Sängerin Djamala, die durch ihren Sieg beim Eurovision Song Contest internationale Bekanntheit erlangte, hat in einem ausführlichen Interview mit der Moderatorin Masha Efrosinina über ihr Jahr 2023 gesprochen. Dabei erinnerte sie sich an ein wichtiges Treffen mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten, Joe Biden, das während ihres Besuchs in den USA stattfand. Djamala betonte, dass die letzten zwei Jahre für sie eine Zeit voller Möglichkeiten waren, die sich durch das gestiegene Interesse an der Ukraine eröffneten.

In dem Gespräch mit Efrosinina zog Djamala Bilanz über ihr persönliches Leben und ihre Karriere während des Krieges. Sie stellte fest, dass sie trotz der zahlreichen Chancen, die sich ihr boten, diese nicht für ihren eigenen Vorteil nutzte. Ihr Ziel sei es gewesen, die Stimme der Ukraine in die Welt zu tragen. „Ich habe viele Möglichkeiten verpasst. Ich habe mich nicht nur auf den zweiten Platz geschoben. Es ist für mich alles sehr unangenehm. Ich spreche über die Ukraine. Was für ein Typ von künstlerischem Leben könnte ich in diesem Moment führen?“, gestand die Sängerin.

Djamala sprach auch über ihre Begegnungen mit prominenten Persönlichkeiten wie Julia Roberts und Bono während ihrer Reisen in die USA. Besonders berührend war für sie, als Bono ihr sagte, dass er ihren Instagram-Account verfolgt und ihre Bemühungen für die Ukraine unterstützt. Diese Begegnungen haben ihr Gefühl der Verbundenheit und Unterstützung in ihrer Mission bestärkt.

Ein weiterer wichtiger Aspekt, den Djamala ansprach, war, wie ihr Status als Eurovision-Gewinnerin ihr während des Krieges half. Sie erklärte, dass dieser Titel ihr Türen zu vielen bedeutenden Treffen öffnete. „Ich bin schließlich als Eurovision-Gewinnerin aufgetreten. Und insgesamt sind alle im Thema. Natürlich ist es für Amerikaner nicht so ein großer Wettbewerb wie für Europäer, aber trotzdem gibt es keine ehemaligen Gewinner. Du bist immer noch in diesem Status. Und das hat mir während des Krieges sehr geholfen“, fügte sie hinzu.

Eine der bedeutendsten Ereignisse war ihr Treffen mit dem damaligen US-Präsidenten Joe Biden und der First Lady Jill Biden. Djamala berichtete, wie sie die Einladung zu diesem Treffen erhielt, das während der Auszeichnung der Band U2 im Kennedy Center stattfand. „Das war genau zu der Zeit, als ich eingeladen wurde, um U2 für ihren Beitrag zur amerikanischen Musik zu ehren. Der Präsident hatte parallel dazu Treffen mit Menschen, die er begrüßen wollte“, erklärte sie.

Die Sängerin erinnerte sich an den Moment, als sie einen riesigen Brief aus dem Weißen Haus erhielt, während sie mit ihrem Ehemann in Kiew während eines Blackouts war. „Stell dir vor, wir liegen nachts in Kiew, ohne Licht, ein kompletter Blackout, und der mobile Internetzugang ist sehr langsam. Ich lade die Datei herunter. Und der Sponsor für mein Visum wird Nancy Pelosi“, teilte sie mit.

Auf die Frage, was Biden während des Treffens wollte, antwortete Djamala: „Er wollte Hallo sagen. Und ich habe ihm gleich über die Krim berichtet, indem ich die Gelegenheit nutzte. Ich hatte mich vorbereitet, ich hatte eine Minute. Das gesamte Treffen dauerte zweieinhalb Minuten: sagen, fotografieren und das war's“. Die Sängerin äußerte ihre Freude darüber, dass sie dem US-Präsidenten die Bedeutung der ukrainischen Frage vermitteln konnte, ohne Politikerin zu sein, sondern einfach als Mutter von zwei Kindern.

Vor kurzem veröffentlichte Djamala ihr neues achtes Album mit dem Titel „Ruh mein“, was einen weiteren wichtigen Schritt in ihrer Karriere darstellt, die sich auch während des Krieges weiterentwickelt.