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Drohnenangriffe auf die Regionen Leningrad und Nischni Nowgorod: Raffinerie brennt, Pipeline beschädigt

Am Sonntag, den 27. März, wurden die russischen Regionen Leningrad und Nischni Nowgorod von Drohnen angegriffen, was erhebliche Folgen für die Öl-Infrastruktur nach sich zog.

Am Sonntag, den 27. März, erlebten die russischen Regionen Leningrad und Nischni Nowgorod einen massiven Angriff durch Drohnen, der ernsthafte Auswirkungen auf die Öl-Infrastruktur hatte. Laut Berichten der BBC und Informationen des ukrainischen Nachrichtenportals Ukrinform bestätigte der Gouverneur der Leningrader Region, Alexander Drosdenko, dass angeblich 19 Drohnen abgeschossen wurden, die, so seine Aussage, Schäden an einer Pipeline im Bereich des Hafens Primorsk verursacht haben.

Drosdenko erklärte, dass die Trümmer der Drohnen eine Pipeline beschädigt hätten, was zu einem "sicheren Abfackeln aus dem geschlossenen Rohr" führte. Diese Situation sorgte für Besorgnis unter den Anwohnern und den örtlichen Behörden, da die Beschädigung der Pipeline potenziell ökologische Folgen nach sich ziehen und die Treibstoffversorgung erschweren könnte.

In der Nischni Nowgoroder Region berichtete Gouverneur Gleb Nikitin, dass die Drohnen Ölobjekte angegriffen hätten, insbesondere in der Industriezone des Kstowo-Distrikts, wo angeblich 30 Drohnen abgeschossen wurden. Durch den Absturz der Trümmer kam es zu Bränden an zwei Standorten des Unternehmens „Lukoil-Nischgornijeftorgsintez“. Darüber hinaus wurde die Nowogorjki-Wärmekraftwerk beschädigt, ebenso wie mehrere Wohnhäuser, von denen einige ohne Stromversorgung blieben.

Der Telegram-Kanal Exilenova+ veröffentlichte Fotos und Videos, die die brennende Industriezone der Kstowo-Raffinerie zeigen und die Ernsthaftigkeit der Situation verdeutlichen. Das Feuer in den Anlagen löste Panik unter den Anwohnern aus, die sich um die Sicherheit ihrer Häuser und ihrer Gesundheit sorgten.

Diese Vorfälle ereigneten sich vor dem Hintergrund früherer Angriffe, als am 23. März die ukrainischen Verteidigungskräfte einen Ölhafen in der Leningrader Region, den „Transneft – Hafen Primorsk“, sowie die Ufa-Raffinerie „Baschneft-Ufaneftekhim“ trafen. Diese Angriffe sind Teil einer umfassenderen Strategie, die darauf abzielt, die russische Öl-Infrastruktur zu zerstören, die bereits erhebliche Verluste durch Drohnenangriffe erlitten hat.

Am 27. März wurden die Häfen Ust-Luga und Primorsk in der Leningrader Region erneut Ziel von Drohnenangriffen. Laut dem internationalen Nachrichtenagentur Reuters wurden im Hafen Primorsk durch die Angriffe ukrainischer Drohnen im März mindestens 40 % der Öltanks beschädigt, was die Situation beim Export russischen Treibstoffs erheblich erschwert.

Als Reaktion auf diese Angriffe begannen die russischen Raffinerien, alternative Routen für den Treibstoffexport zu suchen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die russischen Öl-Exportzentren in Ust-Luga und Primorsk an der Ostsee seit zwei Wochen aufgrund ständiger Drohnenangriffe keine Ladungen mehr abwickeln können, was die Stabilität der russischen Ölindustrie gefährdet.

Diese Ereignisse unterstreichen die zunehmende Spannung in der Region und den Einfluss des Konflikts auf die Wirtschaft Russlands, insbesondere auf seine Öl-Infrastruktur. Die Situation bleibt angespannt, und weitere Maßnahmen könnten sowohl für Russland als auch für die internationalen Märkte ernsthafte Folgen haben.