Der Donbass verschlingt die Armee Russlands
Russland versucht, am Verhandlungstisch das zu erreichen, was es auf dem Schlachtfeld nicht kann. Ein Gespräch mit dem ehemaligen Kommandeur des SEAL Team Six, Chuck Pfarrer, beleuchtet die zentrale Herausforderung, vor der Moskau steht.
Russland versucht, am Verhandlungstisch das zu erreichen, was es auf dem Schlachtfeld nicht kann. In einem Gespräch mit dem ehemaligen Kommandeur des SEAL Team Six, Chuck Pfarrer, analysiert der Journalist Jason Jay Smarta die zentrale Herausforderung, vor der Moskau steht: Der Kreml demonstriert weiterhin Dynamik, während die Realität auf dem Schlachtfeld von Erschöpfung, Kommandoversagen und einem Rückgang der Optionen zeugt.
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Russland behauptet, dass die Region Luhansk praktisch abgeschlossen sei, doch die Realität rund um Pokrowsk erzählt eine ganz andere Geschichte, und der Preis für den Konflikt steigt weiter. Ständige Angriffe, schlechtes Kommando auf dem Schlachtfeld und eine beeindruckende Unfähigkeit zur Anpassung haben die russische Armee in eine Lage gebracht, in der sie Menschen verliert, ohne entscheidende strategische Ergebnisse zu erzielen.
In dieser Situation verlässt sich Moskau nun auf Propaganda und Verhandlungen, in dem Versuch, das zu erreichen, was es durch Manöver und Feuerkraft nicht sichern konnte. Ein System, das keinen realistischen Plan B hat, kann weiterhin Menschen in den Kampf schicken, selbst nachdem die militärische Logik bereits gescheitert ist.
Pfarrer, der als Sonderkorrespondent für die Kyiv Post tätig ist, erklärt, dass Pokrowsk heute das eindrucksvollste Beispiel für diese Falle ist. Ein tieferliegendes Problem könnte in Moskau selbst verwurzelt sein. Wenn dieser Krieg nun eher den Interessen elitärer Klans dient als den langfristigen Interessen des russischen Staates, wird vieles von den verheerendsten Entscheidungen des Kremls verständlicher. Genau aus diesem Grund wachsen die Schäden weiter, selbst wenn die Risiken immer offensichtlicher werden.
Dies ist ein harter Blick auf den Donbass, Pokrowsk und die Militärmaschinerie Putins sowie darauf, wie lange der Staat weiterhin Menschen, Geld und Vertrauen konsumieren kann, bevor der Zusammenbruch unmöglich zu verbergen ist.