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Fast 660 Beschwerden über Verstöße gegen das Sprachgesetz beim Ombudsmann eingegangen

In diesem Jahr hat der Ombudsmann fast 660 Beschwerden über Verstöße gegen das Sprachgesetz erhalten, wie das Sekretariat der Beauftragten berichtet.

Das Sekretariat der Beauftragten für den Schutz der Staatssprache hat bekannt gegeben, dass in diesem Jahr insgesamt 660 Beschwerden eingegangen sind, die sich auf Verstöße gegen das Gesetz über die Funktion der ukrainischen Sprache als Staatssprache beziehen. Diese Zahl zeigt einen signifikanten Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren und unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen bei der Durchsetzung des Sprachgesetzes in der Ukraine.

Von den insgesamt eingegangenen Beschwerden wurden 168 (26 Prozent) bezüglich Internetpräsenz eingereicht. Diese Beschwerden beziehen sich auf die vollständige oder teilweise Abwesenheit einer ukrainischen Version von Websites sowie darauf, dass die Standardversion in einer nicht-staatlichen Sprache geladen wird. Darüber hinaus wurden 103 Beschwerden (17 Prozent) im Zusammenhang mit Dienstleistungen eingereicht, die sich auf die direkte Kundenbetreuung beziehen. 92 Beschwerden (14 Prozent) betrafen externe Werbung und Informationen für die allgemeine Öffentlichkeit, wie beispielsweise Anzeigen und Schilder.

Weitere 52 Beschwerden (8 Prozent) kamen aus dem Bildungsbereich, während 48 Beschwerden (7 Prozent) Informationen über Waren und Dienstleistungen sowie Preisauszeichnungen betrafen. Zudem wurden 45 Beschwerden (7 Prozent) aus dem Medienbereich und 36 Beschwerden (6 Prozent) von staatlichen Institutionen registriert. 33 Beschwerden (5 Prozent) betrafen kulturelle Aspekte. Diese Verteilung zeigt, dass die Verstöße gegen das Sprachgesetz in verschiedenen Sektoren der Gesellschaft verbreitet sind.

Die meisten Beschwerden über Verstöße gegen das Sprachgesetz wurden aus der Hauptstadt Kiew eingereicht, wo 238 Beschwerden (36 Prozent der Gesamtzahl) registriert wurden. Aus der Region Odessa kamen 116 Beschwerden (18 Prozent), aus Charkiw 91 Beschwerden (14 Prozent) und aus Dnipropetrowsk 61 Beschwerden (9 Prozent). Diese regionalen Unterschiede könnten auf unterschiedliche Einstellungen zur ukrainischen Sprache und deren Verwendung in der Öffentlichkeit hinweisen.

Das Sekretariat hat darauf hingewiesen, dass im gleichen Zeitraum im Jahr 2025 insgesamt 646 Beschwerden über Verstöße gegen das Gesetz über die Funktion der ukrainischen Sprache als Staatssprache eingegangen sind. Dies deutet darauf hin, dass die Problematik der Sprachgesetzgebung in der Ukraine weiterhin von großer Bedeutung ist und die Gesellschaft aktiv auf Verstöße reagiert.

In einem weiteren Schritt hat die Beauftragte für den Schutz der Staatssprache, Olena Ivanovska, den Ministerrat aufgefordert, die Erhöhung der administrativen Geldstrafen für Verstöße gegen das Gesetz über die Sicherstellung der Funktion der ukrainischen Sprache als Staatssprache zu initiieren. Dies soll durch Änderungen im Gesetz über Ordnungswidrigkeiten erfolgen, um die Durchsetzung des Sprachgesetzes zu stärken und die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen zu fördern.

Die Diskussion über die Notwendigkeit strengerer Maßnahmen zur Durchsetzung des Sprachgesetzes wird in der ukrainischen Gesellschaft immer lauter. Viele Bürger und Organisationen unterstützen die Initiative, um sicherzustellen, dass die ukrainische Sprache in allen Bereichen des öffentlichen Lebens präsent ist. Die Beauftragte betont, dass die Einhaltung des Sprachgesetzes nicht nur eine rechtliche Verpflichtung, sondern auch eine Frage der nationalen Identität ist.

Um über aktuelle Entwicklungen in diesem Bereich informiert zu bleiben, können Interessierte den offiziellen Kanälen der Beauftragten auf Telegram, Instagram und YouTube folgen. Diese Plattformen bieten regelmäßig Updates und Informationen über die Arbeit der Beauftragten sowie über die Fortschritte bei der Durchsetzung des Sprachgesetzes.