Укрінформ

Für Landwirte startet das diesjährige Budgetprogramm "Humanitäre Minenräumung"

Das ukrainische Informationsagentur Ukrinform berichtet, dass das Zentrum für humanitäre Minenräumung den Start eines Programms angekündigt hat, das eine 100%ige Kostenübernahme für die Räumung von landwirtschaftlich genutzten Flächen vorsieht.

Das Zentrum für humanitäre Minenräumung hat offiziell den Beginn eines Programms bekannt gegeben, das darauf abzielt, die Kosten für die Räumung von landwirtschaftlich genutzten Flächen vollständig zu übernehmen. Darüber hinaus können Landwirte eine Entschädigung von 80% für bereits geräumte Flächen erhalten, die seit dem 24. Februar 2022 bis zum 15. April 2024 durch explosive Kriegsreste (EKR) kontaminiert wurden.

Im Rahmen dieses Programms wurden im staatlichen Budget für das Jahr 2023 insgesamt 2 Milliarden Hrywnja bereitgestellt, die für die humanitäre Minenräumung von landwirtschaftlich genutzten Grundstücken verwendet werden sollen. Dies stellt eine erhebliche Unterstützung für Landwirte dar, die unter den Folgen des Krieges gelitten haben und ihre Flächen wiederherstellen müssen.

Teilnahmeberechtigt sind Landwirte, Unternehmen, deren 100% der Anteile im Staatsbesitz sind, sowie Einzelbauern, deren Flächen kontaminiert oder wahrscheinlich kontaminiert sind. Um am Programm teilnehmen zu können, müssen die Landwirte eine Bestätigung vom Zentrum für Minenräumung (ZPM) über die Kontamination ihrer Flächen mit EKR erhalten und bestimmte Kriterien erfüllen.

In diesem Jahr hat die ukrainische Regierung auf Initiative des Zentrums für humanitäre Minenräumung die Teilnahmebedingungen an dem Programm vereinfacht. Landwirte müssen nun keine Treuhandkonten mehr bei Banken eröffnen, auf die zuvor Gelder zur Bezahlung der Räumungsarbeiten überwiesen wurden. Diese Verfahren wird nun direkt vom Zentrum für humanitäre Minenräumung durchgeführt, was den Prozess für die Programmteilnehmer erheblich vereinfacht.

Durch die Umsetzung des Programms "Humanitäre Minenräumung" konnten bereits über 15.000 Hektar landwirtschaftlicher Flächen von explosiven Kriegsresten gereinigt und wieder aktiv genutzt werden. Dies belegt die Effektivität des Programms und seine Bedeutung für die Wiederherstellung des Agrarsektors in der Ukraine.

Wie Premierministerin Julia Swiridenko betonte, konnten seit Beginn der großangelegten Invasion Russlands in die Ukraine 40.700 Quadratkilometer Land wieder in Nutzung genommen werden. Dies ist ein wichtiger Schritt zur Wiederherstellung der Wirtschaft und zur Gewährleistung der Ernährungssicherheit im Land.

Das Programm "Humanitäre Minenräumung" ist Teil der Bemühungen der ukrainischen Regierung, Landwirte in einer schwierigen Zeit zu unterstützen, in der viele Flächen aufgrund von Kampfhandlungen kontaminiert bleiben. Es bietet die Möglichkeit, nicht nur landwirtschaftliche Flächen wiederherzustellen, sondern auch die Sicherheit der Menschen zu gewährleisten, die auf diesen Flächen arbeiten.

Für weitere Informationen und zur Einreichung von Anträgen können sich Landwirte an das Zentrum für humanitäre Minenräumung wenden und die neuesten Nachrichten über offizielle Kanäle wie Telegram, Instagram und YouTube verfolgen.