David Johnston betrachtet Donald Trump als modernen Phineas Barnum
Der bekannte investigative Journalist und Pulitzer-Preisträger David Johnston hat seine Meinung über den aktuellen Präsidenten der USA geäußert und vergleicht ihn mit dem berühmten Showman Phineas Barnum. Johnston sieht in Trump einen abenteuerlustigen Geschäftsmann und Politiker, der selbst aus Wohltätigkeit Profit schlagen kann.
David Johnston, ein renommierter investigativer Journalist und Pulitzer-Preisträger, hat sich kürzlich zu Donald Trump geäußert und ihn als modernen Phineas Barnum bezeichnet. Johnston, der auch als Biograf von Trump bekannt ist, hebt hervor, dass Trump nicht nur ein geschickter Geschäftsmann ist, sondern auch ein Politiker, der es versteht, die öffentliche Meinung zu manipulieren. Diese Einschätzung geht über persönliche Eigenschaften hinaus und bezieht sich auf Trumps Fähigkeit, auch in schwierigen Zeiten finanziellen Gewinn zu erzielen.
Der berühmte Spruch, dass "jede Minute ein Dummer geboren wird", wird oft Phineas Barnum zugeschrieben, einem amerikanischen Showman des 19. Jahrhunderts, der später auch in die Politik ging. Johnston argumentiert, dass Trump diese zynische Philosophie übernommen hat, die es ihm ermöglicht, sowohl im Geschäftsleben als auch in der Politik erfolgreich zu sein. Barnum war bekannt für seine spektakulären Mysterien und Attraktionen, die es ihm ermöglichten, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich zu ziehen und daraus Kapital zu schlagen.
Ein besonders bekanntes Beispiel für Barnums Tricks war die Ausstellung des "Weltwunders", eines dreifüßigen Steinmenschen, der angeblich in der Nähe von Cardiff in Wales gefunden wurde. In Wirklichkeit war diese Figur von einem lokalen Atheisten geschaffen worden, der die religiösen Fanatiker, die an biblische Riesen wie Goliath glaubten, lächerlich machen wollte. Barnum, der an dieser Skulptur interessiert war, versuchte sie zu kaufen, und als ihm dies verweigert wurde, entschied er sich, eine Kopie anzufertigen und die Amerikaner davon zu überzeugen, dass es sich um das echte Original handele.
Ein weiteres bemerkenswertes Beispiel für Barnums Erfolg sind die siamesischen Zwillinge Chang und Eng Bunker, die 1829 aus Siam (dem heutigen Thailand) in die USA kamen. Sie wurden berühmt durch ihre Auftritte in Barnums Shows und erwarben 61 Hektar Land in North Carolina. Dort heirateten sie zwei lokale Schwestern und richteten eine Plantage mit Sklaven ein. Nach 62 Jahren des Lebens wurden sie Eltern von 21 Kindern, was ihren Erfolg in der neuen Heimat unterstreicht.
Johnston ist der Meinung, dass Trump, ähnlich wie Barnum, die Schwächen der Menschen zu seinem Vorteil nutzt. Er weist darauf hin, dass Trump in der Lage ist, die Emotionen seiner Anhänger zu manipulieren, was ihm in der Politik zu Erfolg verhilft. Diese Parallele zwischen den beiden Figuren ist besonders interessant, da sie ähnliche Ansätze in ihren Geschäften und öffentlichen Aktivitäten verfolgen.
Die Analyse von Johnston verdeutlicht die Bedeutung, die moderne Politik durch die Linse der Geschichte zu verstehen. Indem er Trump mit Barnum vergleicht, versucht der Journalist aufzuzeigen, wie historische Figuren unser Verständnis zeitgenössischer Führer beeinflussen können. Trump, wie auch Barnum, nutzt Show und Manipulation, um seine Ziele zu erreichen, was in der Gesellschaft gemischte Reaktionen hervorruft.
Somit stellt Johnston nicht nur einen Vergleich zwischen zwei herausragenden Persönlichkeiten an, sondern hinterfragt auch die Werte und die Ethik der modernen Politik. Er hebt hervor, dass die Fähigkeit, Menschen zu manipulieren, auch in der heutigen Zeit von großer Bedeutung bleibt.