Staatliche Ethnopolitikbehörde erweitert Liste der Priester, die von der Mobilisierung befreit werden können
Die Staatliche Dienststelle der Ukraine für Ethnopolitik und Religionsfreiheit (DESS) hat die Liste der Priester, die von der Mobilisierung befreit werden können, erweitert. Dies betrifft insbesondere jene Priester, die religiöse Aktivitäten außerhalb der Ukraine durchführen.
Die Staatliche Dienststelle der Ukraine für Ethnopolitik und Religionsfreiheit (DESS) hat eine bedeutende Entscheidung getroffen, die die Liste der Priester erweitert, die von der Mobilisierung befreit werden können. Dieses neue Regelwerk zielt darauf ab, den ukrainischen Bürgern, die aufgrund des umfassenden militärischen Übergriffs der Russischen Föderation gezwungen waren, das Land zu verlassen, eine kontinuierliche spirituelle Betreuung zu gewährleisten.
Der Leiter der DESS, Viktor Jelenzky, informierte die Vertreter des Allukrainischen Rates der Kirchen und religiösen Organisationen über die Registrierung eines Erlasses im Ministerium für Justiz der Ukraine, der am 1. April 2026 erlassen wurde. Dieser Erlass bringt Änderungen in den Verfahren zur Mobilisierungsbefreiung von Geistlichen mit sich. Laut Jelenzky erweitert dieser Erlass die Liste der Personen, die von der Mobilisierung befreit werden können, und schließt dabei auch Priester ein, die in kritischen religiösen Organisationen tätig sind.
Die neuen Regelungen beinhalten, dass Priester, die sich im Ausland aufhalten, um religiöse Aktivitäten durchzuführen, religiöse Zeremonien zu leiten oder missionarische Tätigkeiten außerhalb der Ukraine auszuüben, in die Liste der Mobilisierungsbefreiten aufgenommen werden. Es ist wichtig zu betonen, dass diese Priester entweder auf ständiger oder vorübergehender konsularischer Registrierung stehen müssen.
Die Umsetzung dieser Entscheidung wird voraussichtlich sicherstellen, dass ukrainische Bürger, die aufgrund der militärischen Auseinandersetzungen das Land verlassen haben, eine angemessene und kontinuierliche spirituelle Betreuung erhalten. Dies ist besonders wichtig, um den moralischen Zustand der Ukrainer zu unterstützen, die sich im Ausland befinden, und um ihre spirituelle Entwicklung in einer Zeit zu fördern, in der sie gezwungen sind, in einem fremden Land zu leben.
Bereits zuvor wurde berichtet, dass bis Ende Januar 2023 in der Ukraine 9216 religiöse Organisationen als kritisch wichtig für die Funktionsfähigkeit der Wirtschaft und die Sicherstellung des Lebensunterhalts der Bevölkerung in besonderen Zeiten anerkannt wurden. Unter diesen haben bereits 5739 Priester und Mitarbeiter religiöser Organisationen eine Mobilisierungsbefreiung erhalten. Dies unterstreicht die Bedeutung religiöser Institutionen in der Unterstützung der Gesellschaft während einer Krise und die Notwendigkeit, spirituelle Werte in schwierigen Zeiten zu bewahren.