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Russische Abgeordnete fordern das Tragen von Papierkarten aufgrund von Internetproblemen

In Russland haben Abgeordnete der Staatsduma die Bürger aufgefordert, Papierkarten mit sich zu führen, da sie in der aktuellen Situation nicht auf das Internet vertrauen sollten. Diese Initiative wird als 'neue Realität' bezeichnet, die aus den Problemen mit dem Internetzugang resultiert, die die Nutzung von Navigationsgeräten beeinträchtigen.

In Russland haben Abgeordnete der Staatsduma eine Empfehlung an die Bürger ausgesprochen, Papierkarten mit sich zu führen. Sie betonen, dass es in der gegenwärtigen Lage nicht ratsam sei, sich auf das Internet zu verlassen. Diese Initiative wird als 'neue Realität' bezeichnet, die aus den Schwierigkeiten mit dem Internetzugang resultiert, die sich negativ auf die Funktionalität von Navigationsgeräten auswirken. Dies berichten russische Medien.

Der Abgeordnete Jaroslaw Nilow teilte während einer Pressekonferenz bei NSN seine persönlichen Erfahrungen mit, als er aufgrund eines nicht funktionierenden Navigators zu einem wichtigen Termin zu spät kam. 'Wir sind alle daran gewöhnt, dass es immer Internet gibt, dass der Navigator funktioniert und man die Route rechtzeitig planen kann. Aber das scheint nicht mehr so zu sein', bemerkte Nilow und unterstrich, dass in Zeiten instabiler Internetverbindungen Papierkarten unverzichtbar werden.

Seit Beginn der umfangreichen Internetblockaden in Russland sind die Verkaufszahlen von Papierkarten, einschließlich Atlanten und Reiseführern, in Moskau im Vergleich zur Vorwoche um 48 % gestiegen. Dieser Trend weist auf eine Veränderung der Konsumgewohnheiten der Russen hin, die nach alternativen Möglichkeiten suchen, sich ohne digitale Technologien zu orientieren.

In der vergangenen Woche waren die Verkaufszahlen von Papierkarten sogar noch höher als in den vorherigen Perioden, was auf ein wachsendes Interesse an traditionellen Navigationsmethoden hinweist. Die Einschränkungen des mobilen Internets, die vor etwa einem Monat in Moskau begannen, haben diesen Trend zusätzlich verstärkt. Die Russen haben begonnen, aktiv Produkte zu kaufen, die es ihnen ermöglichen, in Kontakt zu bleiben, einschließlich nicht nur Papierkarten, sondern auch Pager und Funkgeräte.

Diese Situation hat in der Gesellschaft Diskussionen ausgelöst, denn in einer Zeit, in der der Zugang zum Internet immer eingeschränkter wird, können traditionelle Navigationsmittel für viele Menschen eine Rettung sein. Abgeordnete, die diese Initiative unterstützen, sind der Meinung, dass die Rückkehr zu Papierkarten nützlich sein kann, wenn die Technologie versagt.

Somit sehen sich die russischen Bürger neuen Herausforderungen gegenüber, die aus der Instabilität digitaler Technologien resultieren, was sie zwingt, sich an neue Gegebenheiten anzupassen. Papierkarten, die einst als veraltet galten, gewinnen wieder an Bedeutung, und dies könnte neue Möglichkeiten für die Entwicklung des Kartenmarktes in Russland eröffnen.

Diese Initiative unterstreicht auch die Bedeutung alternativer Kommunikations- und Orientierungswege in Situationen, in denen Technologien sich als unzuverlässig erweisen können. Während die Russen sich an die neuen Bedingungen anpassen, bleibt die Frage nach dem Zugang zu Informationen und Kommunikation aktuell und erfordert ernsthafte Diskussionen auf staatlicher Ebene.