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Durch die Politik des Kremls wenden sich immer mehr Russen an Pfandhäuser - Geheimdienst

Die ukrainische Auslandsgeheimdienstbehörde (SZR) hat Informationen über einen zunehmenden Trend veröffentlicht, wonach Russen aufgrund finanzieller Schwierigkeiten, die durch die Politik des Kremls verursacht wurden, vermehrt Pfandhäuser aufsuchen.

Die ukrainische Auslandsgeheimdienstbehörde (SZR) hat Informationen über einen zunehmenden Trend veröffentlicht, wonach Russen aufgrund finanzieller Schwierigkeiten, die durch die Politik des Kremls verursacht wurden, vermehrt Pfandhäuser aufsuchen. Es wird festgestellt, dass den Russen katastrophal die Betriebsmittel fehlen, um Kredite zu bedienen und die täglichen Lebenshaltungskosten zu decken.

Den von der SZR bereitgestellten Daten zufolge ist die Zahl der Kunden in Pfandhäusern im vergangenen Jahr um 15 % gestiegen. In diesem Jahr setzt sich dieser Trend fort und wächst monatlich um 7-10 %. Dies deutet darauf hin, dass immer mehr Russen Pfandhäuser als Alternative zu traditionellen Banken wählen. Der Nettogewinn der Pfandhäuser ist im Vergleich zum Vorjahr um etwa 50 % gestiegen, was auf eine stabile Nachfrage nach ihren Dienstleistungen hinweist.

Experten schätzen, dass der Markt für Pfandhäuser in Russland in diesem Jahr 1 Billion Rubel erreichen könnte, was ihn in Bezug auf das Volumen mit Nischen-Marktplätzen, die auf 990 Milliarden Rubel geschätzt werden, und der Fischereiindustrie, die 1,1 Billionen Rubel beträgt, konkurrieren lässt. Dieser Markt entwickelt sich so schnell, dass einer der führenden Akteure auf dem russischen Markt, das Unternehmen „Gruppe MGKL“, bereits Verhandlungen über den Kauf einer Bank führt, was die wachsende Rolle der Pfandhäuser im Finanzsystem des Landes unterstreicht.

Die Inanspruchnahme von Pfandhäusern durch die Bevölkerung in Russland zeugt von einem Misstrauen gegenüber der offiziellen Kreditpolitik der Banken. Es wurde festgestellt, dass die Anzahl der Kredite, die von russischen Pfandhäusern vergeben werden, bereits 2 bis 2,5 Millionen pro Jahr erreicht. Der durchschnittliche Kreditbetrag zeigt einen stetigen Anstieg, was darauf hinweist, dass die Menschen zunehmend größere Summen anfragen. Als Sicherheiten für die Kredite dienen immer häufiger Luxusuhren, Schmuck und Autos, was darauf hindeutet, dass die Russen bereit sind, ihre Vermögenswerte in Zeiten finanzieller Instabilität zu riskieren.

Die Ablehnungsquote für Kunden in den Pfandhäusern bleibt sehr niedrig – nur 0,4 %, was es ermöglicht, schnell und ohne große Schwierigkeiten an Bargeld zu gelangen. Dies macht Pfandhäuser attraktiv für diejenigen, die dringend finanzielle Mittel benötigen. Wie von Ukrinform berichtet, heben die Russen zunehmend Geld von ihren Bankkonten ab, angesichts der Inflationsrisiken und der verstärkten Kontrolle der Behörden über Finanztransaktionen, was die wachsende Rolle der Pfandhäuser in ihrem finanziellen Leben zusätzlich unterstreicht.

Somit zeigt die Situation auf dem Finanzmarkt in Russland ernsthafte Veränderungen, die unter dem Einfluss der Politik des Kremls stattfinden, und dass Pfandhäuser zu einem massenhaften finanziellen Instrument für die Bevölkerung werden, die nach Alternativen zu traditionellen Bankdienstleistungen sucht.