Minister Biedny: Keine rechtlichen Gründe für Aberkennung von Bubkas Titel 'Held der Ukraine'
Der ukrainische Minister für Jugend und Sport, Matviy Biedny, äußerte auf einer Pressekonferenz in Kiew, dass er derzeit keine rechtlichen Grundlagen sieht, um dem ehemaligen Präsidenten des Nationalen Olympischen Komitees der Ukraine, Serhiy Bubka, den Titel 'Held der Ukraine' zu entziehen.
Der Minister für Jugend und Sport der Ukraine, Matviy Biedny, hat am Donnerstag während einer Pressekonferenz mit dem Titel 'Zukunft des ukrainischen Sports' in Kiew erklärt, dass er momentan keine rechtlichen Gründe sieht, um dem ehemaligen Präsidenten des Nationalen Olympischen Komitees der Ukraine, Serhiy Bubka, den Titel 'Held der Ukraine' zu entziehen. Gleichzeitig äußerte er den Wunsch, dass Bubka als Vertreter des Internationalen Olympischen Komitees seine Position zur Unterstützung der Ukraine aktiver vertreten sollte.
Biedny betonte, dass es in der Ukraine ein rechtliches System gibt, das klare Verfahren für die Verleihung und Aberkennung des Titels 'Held der Ukraine' vorsieht. 'Wir leben in einem Rechtsstaat, und alle Handlungen müssen gemäß den gesetzlichen Normen erfolgen. Bis heute habe ich keine rechtlich relevanten Gründe gesehen, um die Aberkennung dieses Titels zu initiieren', unterstrich der Minister.
Er äußerte zudem die Hoffnung, dass Bubka seine Unterstützung für die Ukraine lauter kundtun wird. 'Es wäre wünschenswert, dass eine größere Anzahl von Menschen, die heute den Titel 'Held der Ukraine' und andere staatliche Auszeichnungen tragen, ihre Position aktiver vertreten. Tatsächlich wäre es wünschenswert, dass alle von ihnen dazu lautstark Stellung beziehen', bemerkte Biedny.
Der Minister machte auch deutlich, dass Bubkas Schweigen nicht als Grund für die Aberkennung seines Titels angesehen werden kann. 'Ist sein Schweigen ein Grund, ihm den Titel 'Held der Ukraine' zu entziehen? Ich denke nicht', sagte er.
Biedny fügte hinzu, dass das Thema der Aberkennung des Titels in Betracht gezogen werden könne, wenn reale Beweise, die in den Medien diskutiert werden, und eine zuverlässige Bewertung durch die Strafverfolgungsbehörden vorliegen. 'Bis dahin sollten wir uns nicht emotional leiten lassen, sondern besonnen handeln', betonte er.
Es sei daran erinnert, dass der ukrainische Skeletonfahrer Vladislav Geraskevich zuvor eine Petition auf der Website des Ministerkabinetts eingereicht hatte, in der er die Aberkennung von Serhiy Bubkas Titel 'Held der Ukraine' und die Verhängung von Sanktionen gegen ihn forderte. Geraskevich hatte auch die Abgeordneten des Parlaments aufgefordert, die Verhängung von Sanktionen gegen Bubka und die Aberkennung seines Titels 'Held der Ukraine' während seiner Rede in der Werchowna Rada zu unterstützen.
Im September 2023 erklärte Bubka, dass er keinerlei Verbindungen zu Geschäften in den besetzten Gebieten habe. Gleichzeitig hatte Präsident Wolodymyr Selenskyj im Dezember 2025 mehreren Medaillengewinnern und Olympioniken, darunter auch Bubka, staatliche Stipendien entzogen.