Arbeitsloser aus Poltawa korrigierte feindliche Angriffe auf militärische Züge der 'Ukrzaliznytsia' – SBU
Die Sicherheitsbehörden der Ukraine haben einen arbeitslosen Mann aus Poltawa festgenommen, der als Agent des russischen Geheimdienstes FSB agierte und Luftangriffe auf militärische Züge der 'Ukrzaliznytsia' koordinierte.
Die Sicherheitsdienst der Ukraine (SBU) hat die Festnahme eines arbeitslosen Mannes aus Poltawa bekannt gegeben, der laut Angaben der Behörde als Agent der Föderalen Sicherheitsdienstes der Russischen Föderation (FSB) tätig war. Dieser Mann hatte 'Videofallen' eingerichtet, um Luftangriffe der russischen Streitkräfte auf militärische Züge der 'Ukrzaliznytsia' zu lenken, die ein kritisches Element der Logistik für die Streitkräfte der Ukraine darstellen.
Die Festnahme fand in der Region Wolyn statt, wie die SBU am Freitag über ihren Telegram-Kanal mitteilte. Die Spezialisten wiesen darauf hin, dass der Täter die Fahrpläne und Routen der militärischen Güterzüge der 'Ukrzaliznytsia' überwachte, die von den russischen Streitkräften für Luftangriffe ins Visier genommen werden sollten. Dies hatte zum Ziel, die Logistik der ukrainischen Militärs zu stören, was zweifellos ernsthafte Folgen für die Verteidigungsfähigkeiten der Ukraine nach sich ziehen könnte.
Nach Informationen der SBU geriet der Mann ins Visier der russischen Geheimdienste, als er in Telegram-Kanälen nach 'einfachen Verdienstmöglichkeiten' suchte. Nach seiner Rekrutierung reiste er zu einem 'Einsatz' in die Wolyn-Region, wo er in einer gemieteten Wohnung in der Nähe eines Bahnhofs lebte. Auf der Fensterbank seiner vorübergehenden Unterkunft installierte er eine Telefonkamera, die eine Fernübertragung für die russischen Geheimdienste gewährte.
Auf diese Weise hoffte die FSB, die Ankunftszeiten der fahrenden Züge zu ermitteln, um gezielte Angriffe durchzuführen. Militärische Geheimdienstler der SBU konnten die Spionagetätigkeit des russischen Agenten dokumentieren, was es ihnen ermöglichte, ihn auf frischer Tat zu ertappen. Bei der Durchsuchung wurden mehrere Smartphones sichergestellt, die er für die Kommunikation mit dem FSB und zur Videoaufzeichnung der fahrenden Züge verwendete.
Darüber hinaus wurden im Rahmen der Ermittlungen Beweise für die Spionagetätigkeit des Agenten in der Region Poltawa gefunden, wo er die Standorte mobiler Feuergruppen der Streitkräfte überwachte. Der Sicherheitsdienst der Ukraine berichtete außerdem, dass der Festgenommene und sein Kurator zur Verschleierung ihrer Kommunikation mit dem FSB zuvor vereinbarte Codewörter und Piktogramme in anonymen Chats des Messengers verwendeten, was auf ein hohes Maß an Organisation und Vorbereitung ihrer Aktivitäten hinweist.
Die Ermittler der SBU haben dem Festgenommenen bereits den Verdacht gemäß Teil 2 des Artikels 111 des Strafgesetzbuches der Ukraine mitgeteilt, der die Verantwortung für Landesverrat unter Kriegsbedingungen vorsieht. Derzeit befindet sich der Täter in Untersuchungshaft, und die Ermittlungen zu seiner Tätigkeit dauern an.