Bayer prognostiziert Wachstum seines Pharmageschäfts ab 2027 und entwickelt fünf Schlüsseltherapierichtungen
Das Unternehmen Bayer, bekannt für seine Errungenschaften im Gesundheitswesen, hat ehrgeizige Pläne zur Expansion seines Pharmageschäfts angekündigt, die voraussichtlich ab 2027 beginnen werden.
Die Bayer AG, ein international tätiges Unternehmen im Gesundheits- und Agrarsektor, hat während des Pharma Media Day 2026 in Berlin ihre ambitionierten Wachstumspläne für das Pharmageschäft vorgestellt. Der Vorstandsvorsitzende und Präsident des Pharmabereichs, Stefan Oelrich, kündigte an, dass das Unternehmen seine operative Marge bis 2030 auf 30 % steigern möchte. Diese Pläne sind Teil einer umfassenden Strategie, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und klaren Geschäftsprioritäten basiert.
Oelrich betonte die Bedeutung eines konsequenten Fokus auf Wissenschaft und Geschäftsprioritäten für das zukünftige Wachstum. "Wir halten uns strikt an unsere Strategie und sehen bereits die Ergebnisse. Unser Produktportfolio ist heute das stärkste, das wir in den letzten Jahren hatten, und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz stärkt unsere Möglichkeiten. Dies gibt uns das Vertrauen, dass Bayer ab 2027 wieder ein stabiles Wachstum verzeichnen wird und wir bis 2030 eine operative Marge von 30 % erreichen können", erklärte er.
Zu den fünf Schlüsseltherapierichtungen, auf die sich Bayer konzentrieren möchte, gehören die Kardiologie, insbesondere die sekundäre Schlaganfallprävention, sowie die umfassende Behandlung chronischer Nierenerkrankungen. Weitere wichtige Bereiche sind die Onkologie, insbesondere die Behandlung von metastasiertem hormonempfindlichem Prostatakrebs, sowie die Frauengesundheit und das Management von Wechseljahresbeschwerden.
Die Executive Vice President und globale Leiterin der Produktstrategie und Kommerzialisierung, Kristin Roth, hob hervor, dass Bayer bereits bedeutende Fortschritte für Patienten erzielt hat, dank "mutiger Entscheidungen, die das Unternehmen in den letzten Jahren getroffen hat". Dies zeigt, dass Bayer aktiv an der Implementierung von Innovationen in seinen Produkten arbeitet.
Zusätzlich berichtete der Executive Vice President und globale Leiter der Forschung und Entwicklung des Pharmabereichs, Christian Rommel, über die Umsetzung der Strategie zur Portfolioerneuerung mit innovativen Lösungen. "Im Jahr 2025 haben wir drei neue Arzneimittelzulassungen, zwei neue Indikationen und sechs positive Ergebnisse aus Phase-III-Studien erhalten. Für 2026 erwarten wir eine Reihe wichtiger Errungenschaften, die unsere Innovationsstrategie stärken werden: von der personalisierten Medizin in der Kardiologie und Onkologie bis hin zu Fortschritten in Zell- und Gentherapien sowie molekularer Bildgebung", so Rommel.
Der Senior Vice President und Leiter des Bereichs Datenwissenschaften und Künstliche Intelligenz bei Bayer Pharmaceuticals, Sai Justi, betonte die Notwendigkeit, die Produktivität in Forschung und Entwicklung zu steigern. Er erklärte, dass Bayer bis 2030 die Produktivität in der F&E um 40 % steigern möchte, indem Künstliche Intelligenz implementiert wird. "Wir streben an, die Produktivität in der Forschung und Entwicklung bis 2030 um 40 % zu erhöhen, dank Künstlicher Intelligenz", sagte er.
Justi verwies auch auf die strategischen Partnerschaften von Bayer mit Institutionen wie dem Vanderbilt University Medical Center in den USA, FinnGen in Finnland und Precise in Singapur. Diese Partnerschaften nutzen ein globales Ökosystem, das anonymisierte Daten und KI-basierte Analysen kombiniert, um die Arzneimittelentdeckung in Schlüsselbereichen wie Herz-Kreislauf- und Nierenerkrankungen zu beschleunigen.
Darüber hinaus hat Bayer eine Partnerschaft mit dem Unternehmen Cradle geschlossen, dessen Plattform dazu beiträgt, die Entwicklungszeiten zu verkürzen und Moleküle schneller und präziser in die klinische Erprobung zu bringen. Dies ist ein weiterer Schritt zur Verbesserung der Effizienz und Qualität der Entwicklung neuer Arzneimittel.
In der Ukraine betonte Denis Komendatyuk, Leiter des Pharmabereichs von Bayer, dass die globalen Innovationen des Unternehmens direkt Einfluss auf die Entwicklung des Pharmageschäfts haben. "Die Erweiterung des Portfolios auf globaler Ebene schafft die Möglichkeit, moderne Therapien schneller für ukrainische Patienten einzuführen. Wir arbeiten daran, innovative Arzneimittel so schnell wie möglich in der Ukraine verfügbar zu machen und bei der Behandlung der komplexesten Krankheiten zu helfen. Selbst unter den schwierigen Bedingungen des Krieges setzen wir unsere Bemühungen fort, das lokale Portfolio mit innovativen Arzneimitteln zu erweitern und Ärzte sowie Patienten zu unterstützen", betonte er.
Bayer ist ein internationales Unternehmen, das in den Bereichen Gesundheitswesen und Landwirtschaft tätig ist. Im Geschäftsjahr 2025 beschäftigte die Bayer-Gruppe über 88.000 Mitarbeiter, und der Umsatz betrug mehr als 45,6 Milliarden Euro. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung ohne Sonderposten beliefen sich auf über 5,8 Milliarden Euro. Bayer in der Ukraine ist Teil des globalen Konzerns Bayer AG mit Hauptsitz in Leverkusen, Deutschland. Das Unternehmen ist seit 1992 in der Ukraine tätig und ist in Bereichen wie dem Pharmabereich, dem Bereich rezeptfreier Medikamente und dem Agrarsektor vertreten.