Audioaufnahmen enthüllen Besorgnis über Ungarns Untergrabung der Euro-Integrationsbemühungen der Ukraine vor den Wahlen
Gestohlene Audioaufnahmen, die am Mittwoch veröffentlicht wurden, zeigen, dass Ungarns Außenminister Péter Szijjártó seinem russischen Kollegen einen Dokumententwurf bezüglich des EU-Beitrittsprozesses der Ukraine angeboten hat. Diese Aufnahmen werfen ein besorgniserregendes Licht auf die engen Beziehungen zwischen Budapest und Moskau im Kontext der Euro-Integrationsbestrebungen der Ukraine.
Die am Mittwoch veröffentlichten gestohlenen Audioaufnahmen belegen, dass der ungarische Außenminister Péter Szijjártó seinem russischen Amtskollegen angeboten hat, ein Dokument zu übermitteln, das sich mit dem Prozess des EU-Beitritts der Ukraine befasst. Diese Aufnahmen sind die jüngsten Beweise für die engen Beziehungen zwischen Budapest und Moskau, die im Hinblick auf die Bemühungen der Ukraine um die Euro-Integration Besorgnis erregen.
Die Audioaufnahmen, die von einem Konsortium investigativer Nachrichtenorganisationen, einschließlich VSquare.org, veröffentlicht wurden, sind Teil einer Reihe von gestohlenen Gesprächen, die angeblich zeigen, wie die Regierung des ungarischen Premierministers Viktor Orbán im Interesse Russlands agiert und die Bemühungen der EU zur Unterstützung der Ukraine untergräbt.
Reporter von Reuters konnten die Authentizität der Audioaufnahmen nicht unabhängig überprüfen. Allerdings hatte der ungarische Außenminister Péter Szijjártó zuvor erklärt, dass das Abhören seiner Telefonate ein "riesiger Skandal" sei, und Orbán hatte angeordnet, eine Untersuchung in dieser Angelegenheit einzuleiten.
Die Veröffentlichung dieser Aufnahmen erfolgt nur wenige Tage vor den Wahlen, bei denen Orbán, ein Nationalist, der häufig mit Brüssel in Konflikt gerät, vor der größten Bedrohung seiner 16-jährigen Amtszeit steht.
Unabhängigen Umfragen zufolge hat Orbáns pro-europäischer Gegner gute Chancen, am Sonntag zu gewinnen, was Budapest von Moskau ablenken könnte.
"Ich werde dir das schicken. Das ist kein Problem," sagt der ungarische Außenminister Péter Szijjártó in einem der Gespräche, nachdem der russische Außenminister Sergej Lawrow erklärt hat, dass Moskau versucht, ein Dokument über die Rolle von Minderheitensprachen in den Verhandlungen der Ukraine über den EU-Beitritt zu erhalten.
Es war unklar, um welches spezifische Dokument es sich handelt und ob es öffentlich zugänglich ist.
Die ungarische Regierung bestreitet weiterhin alle Vorwürfe der Zusammenarbeit mit Russland. Dennoch stellen diese Aufnahmen ihre Position in Frage und werfen neue Fragen zur Außenpolitik Ungarns im Kontext des Ukraine-Kriegs und seiner Beziehungen zur Europäischen Union auf.
Während Frankreich seine Verteidigungsfähigkeit angesichts der wachsenden Bedrohung durch Russland verstärkt, wird die Situation in Ungarn zunehmend angespannt. Budapest, das traditionell enge Beziehungen zu Moskau pflegt, könnte ins internationale Rampenlicht geraten, wenn die Wahlergebnisse sich als ungünstig für Orbán erweisen.