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Angriff auf den Hafen Ust-Luga: Neue Details und Folgen

Neue Videos, die angeblich den Angriff auf den Hafen Ust-Luga in der Leningrader Region der Russischen Föderation zeigen, sind in den sozialen Medien aufgetaucht. Dieser Vorfall ereignete sich in der Nacht zum 31. März und wurde am Donnerstag, dem 2. April, vom ukrainischen Telegram-Kanal Supernova+ veröffentlicht.

In den veröffentlichten Aufnahmen ist der Ölhafen der Firma Novatek zu sehen, der zu den größten Häfen Russlands an der Ostsee gehört. Im Begleittext zu dem Video wird angedeutet, dass der Angriff wahrscheinlich von Drohnen des Sicherheitsdienstes der Ukraine (SBU) durchgeführt wurde. "Die Drohnen griffen von See aus an, was auf eine weitere geheime, unglaubliche Operation des SBU hindeutet", heißt es in der Beschreibung der Aufnahmen.

Der Hafen Ust-Luga spielt eine entscheidende Rolle beim Export von Erdölprodukten aus Russland. Im vergangenen Jahr wurden über diesen Hafen etwa 32,9 Millionen Tonnen Erdölprodukte exportiert, während der Hafen Primorsk 16,8 Millionen Tonnen abwickelte. Dies verdeutlicht die Bedeutung des Hafens für die russische Wirtschaft und die energetische Sicherheit des Landes.

Berichten zufolge wurden in der Nacht auf Dienstag, den 31. März, erneut Drohnenangriffe auf die Leningrader Region verübt. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, dass dies bereits der fünfte Angriff auf den russischen Hafen Ust-Luga innerhalb der letzten zehn Tage ist, was auf eine zunehmende Aktivität der ukrainischen Streitkräfte in der Region hinweist.

Der Gouverneur der Leningrader Region, Alexander Drosdenko, bestätigte, dass durch den Drohnenangriff im Hafen Ust-Luga Schäden entstanden sind. Diese Information unterstreicht die Ernsthaftigkeit der Situation und die möglichen Folgen für den Betrieb des Hafens.

Am 29. März hatte der Sicherheitsdienst der Ukraine ebenfalls mitgeteilt, dass ihre Langstreckendrohnen erfolgreich die Infrastruktur des Ölhafens Ust-Luga angegriffen haben. Dies deutet darauf hin, dass die ukrainischen Streitkräfte aktiv versuchen, kritische Infrastrukturen des Gegners zu treffen.

Satellitenbilder von Planet Labs, die am 30. März aufgenommen wurden, bestätigen, dass in den Häfen Ust-Luga und Primorsk in der Leningrader Region nach den Drohnenangriffen große Brände in der Öl-Infrastruktur wüten. Diese Brände könnten ernsthafte Auswirkungen auf den Export von Erdölprodukten aus Russland haben, was wiederum die wirtschaftliche Situation im Land beeinflussen könnte.

Somit bleibt die Situation rund um den Hafen Ust-Luga angespannt, und weitere Aktionen der ukrainischen Streitkräfte könnten zu neuen Angriffen auf russische Infrastrukturen führen. Dies unterstreicht die Bedeutung der Kontrolle über strategische Objekte wie Häfen im Kontext des Krieges zwischen der Ukraine und Russland.